Studien


Der Operations-Effizienz-Radar von ICV und Roland Berger

Ergebnisse 2019

Jeder zweite Finanzvorstand rechnet für 2019 mit einer schwächeren Konjunktur. Besonders skeptisch sind die CFOs in der Autoindustrie sowie im Anlagen- und Maschinenbau. Hier rechnen 93 bzw. 56 Prozent mit einem Abschwung. Grund: Politische Instabilität und steigende Zinsen. 

Im Zentrum der Aktivitäten steht 2019 bei 74 Prozent der befragten Unternehmen das Produktportfolio. Ziel: Kosten senken und Kundenbedürfnisse erfüllen. Weitere wichtige Handlungsfelder: 

  • Produktion
  • Controlling & Finanzen
  • Sales & Marketing
  • Einkauf

Öfter als in den Vorjahren wird auch das Working Capital Management als Fokus-Faktor genannt. Auch das unterstreiche die Erwartung eines Abschwungs. Dass das Controlling für 59 Prozent der Befragten zu den Schwerpunkten 2019 zählt und damit zum zehnten Mal in Folge als zentrales Element genannt wird, ist für Prof. Dr. Heimo Losbichler, ICV-Vorstandsvorsitzender, naheliegend: "Controlling ist ein Schlüsselelement erfolgreicher Unternehmensführung im Auf- wie im Abschwung". 

Schwerpunkte je Branche: 

  • Automobilindustrie: Produktion/Working Capital Managemt
  • Maschinen- und Anlagenbau: Produktportfolio/Produktion/Einkauf

Digitalisierung werde häufig fälschlicherweise mit Automatisierung gleichgesetzt, von der jeder zweite Befragte Unternehmensfunktionen bedroht sieht. 70 Prozent sind der Meinung, dass diese neu positioniert werden müssen und zwar so, dass sie Mehrwert für das Unternehmen schaffen. Chancen dafür werden vor allem für die Funktionen Finanzen & Controlling als hoch erachtet. 

 Empfehlungen: 

  • Frühwarnsysteme überprüfen
  • Prioritäten hinterfragen
  • auf konjunkturelle Eintrübungen vorbereiten
  • "Digitalisierung bringt für das Controlling mehr Chancen als Risiken. Controllerinnen und Controller sollten sie jetzt ergreifen, damit ihr Bereich auch in der digitalen Zukunft ein unverzichtbarer Value Generator bleiben" (Prof. Dr. Heimo Losbichler, ICV)

 

 

Der Operations-Effizienz-Radar von ICV und Roland Berger analysiert jeweils im Vorjahr die Firmenplanungen für das kommende Jahr. Die daraus resultierenden Hebel werden als wichtige Entscheidungshilfen für CFOs und Leiter Controlling herausgearbeitet.


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Ergebnisse 2018

Hintergründe: 

  • Anhaltend positives wirtschaftliches Umfeld mit steigenden Aktivitäten der befragten Unternehmen, unabhängig von Branche und Wertschöpfungsstufe.  
  • Stabiler ifo Geschäftsklimaindex
  • Konjunkturerwartung der Teilnehmer: überwiegend hoch oder im Aufschwung
  • Anzahl der geplanten Hebel für 2018 steigt nahezu ausnahmslos in fast allen Branchen und Wertschöpfungsstufen
  • Fokus der Hebel 2018: klassische Effizienz für die Bereiche Produktion und Einkauf
  • Wertschöpfung der Produktion ist Spitzenreiter-Hebel 2018 (2017: Produktportfolio)
  • "Controlling und Finanzen" erneut in Fokusthemen platziert 

Die Sonderauswertung zum Thema Robot Process Automation (RPA) und Artifical Intelligence (AI) zeigt: 

  • Zwei Drittel der Studienteilnehmer sehen RPA und AI als Chance fürs Unternehmen
  • Nutzen v.a. im Kernwertschöpfungsbereich (Produktion, Produktportfolio, Logistik) zur Kostenreduktion und Hebung von Prozesseffizienzen
  • Dennoch planen weniger als die Hälfte der Befragten in den kommenden drei Jahren konkreten Einsatz von RPA/AI

Empfehlungen: 

  • Mehr Wichtigkeit für Effizienzsteigerungen in direkten Bereichen und klassische Einkaufshebel im kommenden Jahr: Aktivitäten dort unbedingt vorantreiben
  • Analyse der branchenspezifischen Hebel im Detail: CFO-Agenda 2018 fällt von Industrie zu Industrie deutlich individueller aus als vor 2017
  • Schwerpunkte setzen: Mit den Studienergebnissen Hebel für 2018 schärfen und fokussieren
  • Analysieren: Wo können RPA- und AI-Effizienzhebel unterstützen und zusätzlichen Nutzen stiften, auch außerhalb des Produktionsbereichs

Ergebnisse 2017

Unerwartete Wahlausgänge, wirtschaftliche und politische Krisen sowie weltweit schwelende Konfliktherde machen eine mittel- und langfristige Planung der Unternehmen fast unmöglich. Aus diesem Grund sollten Firmen sich jederzeit flexibel an Unwägbarkeiten anpassen können. Hinzu kommt die schnell fortschreitende Digitalisierung mit ihren sprunghaften Technologieentwicklungen. Für Unternehmen ohne eine geeignete digitale Strategie kann dies das schnelle Aus bedeuten. Immerhin ist das Thema Digitalisierung in den Unternehmen angekommen. So sehen inzwischen 69 Prozent den technologischen Wandel als Chance, allerdings glaubt nur ein Viertel von ihnen, darauf gut vorbereitet zu sein.

Gefährlicher Bedeutungsverlust von Controlling und Finanzen

"Vor dem Hintergrund des wirtschaftlich und politisch unsicheren Umfeldes bleiben eine effizientere Produktion und ein optimiertes Produktportfolio die wichtigsten Themen auf der CFO-Agenda", sagt Roland Berger-Partner Oliver Knapp. "Als drittwichtigster Hebel rückt 2017 der Einkauf zunehmend in den Fokus." 

Auf der anderen Seite verlieren Controlling und Finanzen zunehmend an Bedeutung: Nur 33 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, dass das Controlling an Digitalisierungsprojekten anderer Unternehmensbereiche beteiligt wird. "Das ist besorgniserregend, denn um innovative Geschäftsmodelle im Zuge der Digitalisierung zu entwickeln, brauchen Firmen das Controlling mehr denn je – ganz im Sinne des betriebswirtschaftlichen Gewissens in den Unternehmen", erklärt Carmen Zillmer, Mitglied im Vorstand des ICV. "Controller in ihrer Rolle als "Businesspartner des Managements" haben die wichtige Aufgabe und die Chance als Befähiger zu agieren."  Im Vergleich zu den vergangenen Jahren werten die befragten Unternehmen die Themen für 2017 je nach Branche sehr unterschiedlich. "Das ist eine sehr positive Entwicklung", stellt Sebastian Ostermayer von Roland Berger fest. "Denn der technologische Wandel trifft die jeweiligen Industrien in unterschiedlichen Bereichen. Um die Digitalisierung erfolgreich zu meistern, sind deshalb je nach Branche unterschiedliche Ansätze nötig." 

Wie die Umfrage zeigt, nehmen Firmen den digitalen Wandel als Herausforderung an. So erwarten 59 Prozent der Studienteilnehmer radikale Veränderungen durch die Digitalisierung. Gleichzeitig herrscht eine große Unsicherheit darüber, wie die Entwicklung das bestehende Geschäftsmodell verändern wird. "Der digitale Wandel kann nicht durch allgemeinen Aktionismus bewältigt werden", sagt Knapp. "Der Fokus auf die eigene Branche und ihre Herausforderungen ist der richtige Weg. Erst auf Basis einer Analyse der digitalen Trends im eigenen Geschäftsfeld und einer entsprechenden Digitalisierungsstrategie lässt sich der individuelle Handlungsbedarf ermitteln."  Quer durch alle Branchen gilt es jedoch auch bei digitalen Projekten die Kosten im Auge zu behalten. "Firmen müssen den Spagat zwischen sinnvollen Investitionen in die digitale Transformation und gesunden Finanzen bewältigen", erklärt Carmen Zillmer. "Um sich auch finanziell nachhaltig an die digitale Zukunft anzupassen, sollte das Controlling deshalb verstärkt in digitale Projekte eingebunden werden."


Green Controlling-Studie 2016

Die Studie das ICV-Fachkreises Green Controlling nimmt den Stand und die Herausforderungen der Integration ökologischer und sozialer Aspekte in das Controlling aus Sicht der Controllingpraxis unter die Lupe, insbesondere unter dem Aspekt, dass die ICV-Ideenwerkstatt das Thema "Green Controlling" bereits 2010 in den Fokus gerückt hat. Insofern beleuchtet die Studie auch Entwicklung und Status Quo im Zeitraum 2010 bis 2015.