Preisträger der ICV-Awards

ControllerPreis, ab 2018: ICV Controlling Excellence Award

Die ControllerPreis-Träger 2017 (v.l.n.r.): Gerald Fauser, Geschäftsbereichsleiter Controlling; Thomas Sauer, Geschäftsentwicklung, EDEKA Südwest; Rolf Waidele, kaufmännischer Leiter der zu EDEKA Südwest gehörenden Schwarzwald-Sprudel GmbH.


Der ICV-ControllerPreis 2017 geht an EDEKA Südwest. Das Team „Unternehmensentwicklung“ des Geschäftsbereichs Controlling wurde am Montag (15. Mai) auf dem 42. Congress der Controller in München für „eine innovative, Richtung gebende Lösung zur umfassenden Veränderung des Steuerungssystems und des Controllings“ ausgezeichnet. 

Die EDEKA Südwest ist ein Unternehmensverbund mit Großhandlung, verschiedenen Geschäftsbereichen und Tochterbetrieben, dessen Erfolg maßgeblich von der vollständigen Vernetzung und Abstimmung der Führungs- und Steuerungssysteme abhängt. Sehr oft sind schnelle Entscheidungen gefragt, deren Auswirkungen in alle Richtungen abzuschätzen und erkennbar sein müssen. Mit der neuen, jetzt ausgezeichneten Lösung, „Entwicklungsmodell“ genannt, steht bei EDEKA Südwest ein Instrument als zentrales Managementwerkzeug bereit. Es ermöglicht den Geschäftsbereichsleitern, strategische Ziele und Maßnahmen zu führen und zu steuern. 

Das „Entwicklungsmodell“ unterstützt dabei, die Strategie in strategische Ziele für die Folgejahre herunter zu brechen und geplante Maßnahmen aus den verschiedenen Bereichen diesen Zielen zuzuordnen. Darüber hinaus können Maßnahmen den bestehenden Managementsystemen zugeordnet und außerdem sofort mit (Plan-) Budgetwerten und Kostenstellen, bzw. Investitionen hinterlegt werden. Sie sind somit auch als Vorläufer und Grundlage für die jährlich stattfindende Unternehmensplanung verwendbar. Jeder Geschäftsbereichsleiter bekommt einen Komplettüberblick der Maßnahmen aus dem gesamten Verbund, die ihn – auch in den nächsten Geschäftsjahren – tangieren.

Bei der Entwicklung der Lösung waren als verbindendes Element der Systeme einzelne Maßnahmen von Geschäftsbereichen bzw. Tochtergesellschaften der EDEKA Südwest identifiziert worden. Mit dem preisgekrönten „Entwicklungsmodell“ werden Maßnahmen aus dem bereichsinternen Handling in ein zentrales Werkzeug überführt.

Wesentlicher Erfolgsfaktor der Entwicklung und Einführung war ein „behutsamer“ Umgang; Dialog, Rückkopplung, Offenheit für die Anforderungen aber auch für die Bedenken der Geschäftsbereichsleiter. Für die Projektinitiatoren der Abteilung „Unternehmensentwicklung“ war essentiell, alle Bereiche einzubeziehen.

Der Vorsitzende der ICV-Jury, Prof. Dr. Jürgen Weber, WHU – Otto Beisheim School of Management, Vorsitzender des ICV-Kuratoriums, erläutert: „Es ist leichter, eine ambitionierte Strategie zu formulieren, als diese konkret umzusetzen. Es sind pragmatische, im täglichen Management-Alltag nutzbare Ansätze gefragt, vor allem bei der Übersetzung der Strategie in konkrete Handlungen.“ Dass die strategische Steuerung vielerorts noch von der operativen losgelöst bzw. nur unzureichend mit dieser verbunden ist, bezeichnet er als einen „bekannten Mangel in der Praxis“. 

Wie am besten die Integration gelingt, zeige der ControllerPreis-Träger 2017: „eine innovative, Richtung gebende Lösung zur umfassenden Veränderung des Steuerungssystems und des Controllings“, so Prof. Weber. Die Preisträgerlösung 2017 zeichne ein „einfacher Zugang und schrittweises Hineinwachsen“ aus: „Integration schon vorhandener Instrumente; Start auf Excel-Basis, dann Übergang auf eine eigene Software-Lösung; zu Beginn geringer Umfang, dann Lernen und Erweitern bei Erkennen des damit verbundenen Nutzens“. Hervorgehoben wird zudem das Zulassen bereichsindividueller Vorgehensweisen und -geschwindigkeiten sowie der Einbe-zug von Nachhaltigkeitszielen.

Für die Juroren des Internationalen Controller Vereins (ICV) gaben drei weitere Kriterien den Ausschlag für ihre Entscheidung. Neben der Nachhaltigkeit der mit der Lösung vollzogenen Veränderung einerseits sehen sie zweitens den Nutzen für das ganze Unternehmen, nicht nur für das Controlling – ein wesentliches Kriterium, da der Erfolg des Controllings und der Erfolg eines Unternehmens eng zusammenhängen. Drittens wurde die Lösung von den Controllern selbst federführend konzipiert und umgesetzt. Das ist für die Juroren von Bedeutung, da die Nachhaltigkeit einer Lösung besonders dann gefährdet ist, wenn die Veränderung stark von außen ge- und betrieben wird.
Der diesjährigen Jury unter der Leitung von Prof. Dr. Jürgen Weber gehörten an: Hillert Onnen (ehemals BLG, ICV-Kuratoriumsmitglied), Roland Iff (Geberit International AG), Hubert Tretter (t4t Management Consulting) und Prof. Dr. Andreas Seufert (FH Ludwigshafen, Leiter ICV-Fachkreis „BI/Big Data und Controlling“).

EDEKA Südwest
Die EDEKA Südwest feiert dieses Jahr ihren 90. Geburtstag. Mit einem Konzernaußenumsatz von 8,4 Mrd. Euro in 2016 ist sie die zweitgrößte von sieben Regionalgesellschaften im nationalen EDEKA-Verbund. Das Geschäftsgebiet erstreckt sich über die Bundesländer Baden-Württemberg, Saarland und Rheinland-Pfalz mit Teilen von Hessen und Bayern. Die EDEKA Südwest betreibt Lebensmittelgroß- und -einzelhandel sowie vorgelagerte Produktionsbetriebe für Lebensmittel. Das Geschäftsgebiet zählt ca. 1.300 Lebensmittelmärkte, rund 1.000 Märkte werden von selbständigen Kaufleuten betrieben. Für EDEKA Südwest arbeiten inklusive der Mitarbeiter des selbständigen Einzelhandels ca. 44.000 Mitarbeiter, davon 2.650 Auszubildende.

Von links nach rechts: Siegfried Gänßlen, Jürgen Weber (beide ICV), Andreas Schultheiss, Isabel Pujol, Pascal Kornführer, Wolfgang Zellerhoff (alle Covestro Deutschland AG).

Der ControllerPreis 2016 geht an das Controlling-Team der Covestro Deutschland AG. Am Montag (25. April) wurde der mit 5.000 EUR dotierte Preis auf dem 41. Congress der Controller in München für das Projekt: „Umfassendes Re-Design des gesamten Controllings als Folge des Carve Outs von Covestro aus dem Bayer-Konzern“ verliehen.

Den Preis überreichten der ICV-Vorsitzende Siegfried Gänßlen und der Leiter der Jury Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Weber, Vorsitzender des ICV-Kuratoriums, Otto Beisheim School of Management, an Wolfgang Zellerhoff, Global Accounting & Controlling, stellvertretend für die von ihm geführten globalen Controlling-Funktionen im Covestro Konzern. Nach der Preisverleihung stellte Zellerhoff den 580 Zuhörern im Plenum die ausgezeichnete Lösung vor.

Nach beispielhaftem Carve out das Controlling mustergültig verändert
In seiner Laudatio würdigte Prof. Weber das Projekt als eine „innovative, Richtung gebende Lösung im Bereich einer umfassenden Veränderung des Steuerungssystems und des Controllings". Es sei gelungen, ein sehr erfolgreiches Controlling noch besser werden zu lassen. Nach einem beispielhaft gelungenen Carve out haben die Covestro-Controller – aus einer vormals als Teilkonzern-Controlling innerhalb des Bayer Konzerns in den Kapitalmarkt entlassen – die neuen, großen Herausforderungen mustergültig gemeistert.

Wenn ein Unternehmen „von jetzt auf gleich“ dem Kapitalmarkt ausgesetzt wird, erklärte der Jury-Vorsitzende, sind Antworten gefragt, wie man dem Kapitalmarkt im Controlling am besten gerecht wird. Das Controlling-Team der Covestro Deutschland AG habe darauf genauso überzeugende Antworten gefunden, wie auf die Frage, trotz der höchst komplexen Aufgaben im Zuge des IPO einen umfassenden Systemcheck und eine konsistente Systemveränderung zu realisieren. Mustergültig wurde gezeigt, wie ein solcher Prozess zu organisieren ist, welche Fallen zu vermeiden sind, welche Barrieren überwunden werden müssen und welche Schritte zu gehen sind.

Covestro-Lösung mit einer Reihe vorbildlicher Eigenschaften
Die Lösung des ControllerPreis-Trägers 2016 Covestro zeichnet eine Reihe vorbildlicher Eigenschaften aus, lobte der ICV-Jury-Vorsitzende. So wurde ein sehr ausgewogenes Verhältnis zwischen kurzfristig-pragmatischen Lösungen des IPO-Prozesses und einer ganzheitlich visionären Gestaltung der langfristigen Steuerungs- und Controlling-Landschaft im Unternehmen hergestellt. Der Übergang aus dem beschränkten Aufgabenportfolio eines Teilkonzerncontrollings in eine professionelle, kapitalmarktfähige Konzerncontrolling-Funktion sei zudem reibungslos gelungen.

Außerdem haben die Preisträger einen ganzheitlichen Ansatz zur Professionalisierung von Steuerung & Controlling gefunden; eine vorbildliche Kombination aus Controlling-Identität (Rolle & Anspruch) – Steuerungsansatz – effizienter & effektiver Organisation – Prozessen – Personal- und Community-Entwicklung. Die Covestro-Controller haben sich, so Prof. Jürgen Weber weiter, in vorbildlicher Weise fokussiert: auf die Bereiche mit dem größten Wertbeitrag bzw. auf die Themen mit großem Ergebnishebel und bisher geringer Controlling-Abdeckung.

Die Preisträgerlösung 2016 bezeichnet die ICV-Jury als innovativ: Aktiv hat sich das Controlling-Team mit Innovationsthemen für Steuerung & Controlling auseinandergesetzt, z.B. mit dem Volatility Management im Controlling.

Schließlich habe ein weiteres Entscheidungskriterium für die Covestro Deutschland AG gesprochen: Das Controlling hatte eine treibende Rolle inne, Schnittstellen-Themen wie etwa die Konzeption eines neuen Incentivierungssystems oder der strategischen Planung vorangetrieben.

Der ControllerPreis 2015 geht an die RWE AG in Essen. Dort hat ein interdisziplinäres Projektteam unter der Leitung von Dr. Peter Scherpereel, Leiter Controlling Generation & Trading, den Einfluss von "Biases", gedanklichen Vereinfachungen, auf Entscheidungsprozesse untersucht sowie Techniken zur Verbesserung der Entscheidungsqualität entwickelt. Am 20. April verlieh der Internationale Controller Verein (ICV) auf dem 40. Congress der Controller den mit 5.000 EUR dotierten Preis für dieses innovative wie vorbildhafte Veränderungsprojekt zum verhaltensorientierten Controlling.

In dem Projekt wurden bislang vornehmlich in der Theorie vorherrschende verhaltensorientierte Controllingaspekte auf Entscheidungsprozesse in der Praxis übertragen und konkrete Verbesserungsmaßnahmen erarbeitet. Ausgangspunkt des Projektes waren reduzierte Erwartungen hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit einiger in der Vergangenheit getätigten Investitionen, die neben erheblich veränderten Rahmenbedingungen u.a. auch auf Projektverzögerungen und Budget-Überschreitungen zurückzuführen waren. Ursachenanalyse und Erarbeitung sowie Implementierung von Maßnahmen für die Verbesserung zukünftiger Entscheidungen standen im Mittelpunkt. Grundlage für die Untersuchungen war das Konzept der so genannten "cognitive biases", d.h. "Abkürzungen" bzw. "gedankliche Vereinfachungen" bei der Entscheidungsfindung, die zu Fehlentscheidungen führen können. Der ICV hat sich mit seiner Ideenwerkstatt seit 2011 mit dem Thema "Behavioral Controlling" befasst, um praktisch umsetzbares Wissen zu erarbeiten. Wichtige Anstöße zur Beschäftigung mit Verhaltensaspekten des Controllings haben Erkenntnisse aus der Psychologie geliefert, die zeigen, dass die Rationalität vielfach durch Biases beeinflusst wird. Grundlagen für bessere Entscheidungen legenAuch im jetzt ausgezeichneten RWE-Projekt spielt die Erkenntnis eine entscheidende Rolle, dass sich Biases als Teil der menschlichen Denkweise zwar nicht abstellen lassen, aber das Bewusstsein für deren Existenz und ihre Auswirkungen eine wichtige Grundlage für bessere Entscheidungen ist.

Das Projektteam, bestehend aus Dr. Peter Scherpereel, Julian Gaul, Jan Lozek und Diana Rauhut, hat zunächst anhand von Beispielprojekten die jeweils zugrunde liegenden Entscheidungsprozesse analysiert, um festzustellen, ob und welche Biases im RWE-Konzern besonders relevant sind. Anschließende Workshops zunächst mit dem Top-Management schufen Bewusstsein für das Thema. Danach wurden mit Beteiligung des Top-Managements Techniken zur Verringerung der Auswirkungen von Biases entwickelt. Zur Implementierung struktureller Gegenmaßnahmen in der Organisation wurden diese zunächst in mehreren Piloten getestet. Um Management und Mitarbeiter im Konzern mit dem Thema vertraut zu machen, wurden spezielle Workshops zum Thema Biases entwickelt.

Mittlerweile wird zudem bei jeder Vorstandsbefassung transparent gemacht, welche Techniken zur Verringerung von Biases angewendet wurden. Die Nachhaltigkeit der Workshop-Inhalte unterstützt eine leicht verständliche Broschüre mit Hintergründen und detailliert erklärten Gegenmaßnahmen. Neben der Implementierung struktureller Maßnahmen zählt der angestoßene Kulturwandel der offenen Aussprache bei kritischen Themen zu den wesentlichen erzielten Ergebnissen. Biases beeinflussen das Verhalten von Managern und ControllernBiases kommen in allen Phasen der Controllingprozesse vor und beeinflussen das Verhalten von Managern und Controllern gleichermaßen. Dessen müssen sich Controller bewusst sein. Obwohl in der Wissenschaft ein breiter Konsens über die Existenz von Biases besteht, sind Lösungsvorschläge bisher nur vereinzelt verfügbar.

Die Schaffung eines Problembewusstseins gilt als erster Schritt des Lösungswegs. Insofern ist die Lösung des ControllerPreis-Trägers 2015 für die Controlling-Community von großer Bedeutung. Im Dream-Car-Bericht der ICV-Ideenwerkstatt von 2012, "Was macht Controller erfolgreich(-er)? | Auf das Verhalten kommt es an!", heißt es: "Die Funktion des Controllers ist die Entscheidungsunterstützung und Verhaltenssteuerung des Managers. Traditionelle entscheidungsorientierte Controlling-Konzeptionen gehen davon aus, dass eine Informationsversorgung des Managers mit allen entscheidungsrelevanten Informationen und den notwendigen Methoden und Instrumenten ausreicht, damit dieser optimale Entscheidungen im Sinne der Unternehmensziele trifft. Verhaltensorientierung hingegen berücksichtigt motivationale Eigenschaften (Wollensdefizite) und kognitive Beschränkungen (Könnensdefizite) des Managers und des Controllers im Rahmen der Entscheidungsunterstützung und Verhaltenssteuerung." Kognitive Beschränkungen würden Könnensdefizite bei Managern und Controllern verursachen. Die Fokussierung der Könnensdefizite habe in den letzten Jahren zu einer stärkeren Verhaltensorientierung im Controlling geführt.

Die Hamburger EliteMedianet GmbH, Betreiberin der Online-Partnervermittlung ElitePartner, ist am Montag (19. Mai 2014) auf dem 39. Congress der Controller in München für eine mustergültige Marketing-Controlling-Lösung mit dem renommierten ControllerPreis 2014 des Internationalen Controller Vereins (ICV) ausgezeichnet worden.

Die EliteMedianet GmbH ist ein Tochterunternehmen der Tomorrow Focus AG mit über 80 Mitarbeitern in der Hamburger Hafencity und betreibt mit ElitePartner eine der führenden Online-Partnervermittlungen im deutschsprachigen Raum. Mit dem Projekt „Media-Kompass – Regressionsgestützte Optimierung der Allokation des Werbebudgets“ hat ElitePartner eine innovative und beispielgebende Lösung zur Entscheidungsunterstützung entwickelt und eingeführt. Diese hilft, das Media-Budget, das zwei Drittel des Jahresumsatzes von rund 30 Mio. EUR ausmacht – auf verschiedene Mediakanäle so zu verteilen, so dass die gestellten Ziele optimal erreicht werden. Durch „flexible Stellschrauben“ im Entscheidungsprozess können auch spezifische Teilziele berücksichtigt werden. Je nach dem, welche Zielgruppe in welchem Zeitraum stärker angesprochen werden soll, lassen sich Gewichtungen im Modell verändern. Präzise Prognosen sind möglich, Abweichungen können analysiert werden und ins Allokationsmodell einfließen. Insgesamt erfolgt eine stärkere Ausrichtung auf die Unternehmensstrategie.

Diese Lösung wird wegen ihrer einfachen Bedienbarkeit als Kommunikationsgrund-lage der an den Entscheidungen beteiligten Manager und Mitarbeiter im Unter-nehmen wertgeschätzt. Ihr Einsatz führte zu einer Umverteilung im Budget für eine effizientere Zielerreichung – insbesondere die Steigerung der „Anzahl neuer Kun-den-Registrierungen“ – und zu einer Verbesserung des Kosten-Umsatz-Verhältnisses um 9,8 Prozent im Jahresvergleich von 2012 und 2013.


Der mit 5.000 EUR dotierte ControllerPreis 2014 wurde zur Eröffnung der größten Controlling-Fachtagung im deutschsprachigen Raum, dem 39. Congress der Con-troller, vom Vorsitzenden des Internationalen Controller Vereins (ICV), Siegfried Gänßlen, CEO der Hansgrohe SE, und von Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Weber, Vorsit-zender des ICV-Kuratoriums, Otto Beisheim School of Management, an Markus Winter, kfm. Leiter der EliteMedianet GmbH, Janina Arndt, Robert Brunner, Christina Pieplow, Andra Plückthun, Katrin Sawadsky und Juno Ziss überreicht. In seiner Laudatio nannte der Jury-Vorsitzende Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Weber die diesjäh-rige Preisträgerlösung eine „Lösung für einen Kernprozess des Unternehmens“; nämlich die Planung und Verteilung des Mediabudgets. Die Controller hätten sich als Treiber der Entwicklung und als Partner des Managements bewährt. Das einfach zu bedienende, die Kommunikation im Marketing-Management anregende Instrument unterstütze Entscheidungen basierend auf harten statistischen Analy-sen und nicht mehr nur nach Bauchgefühl. Entstanden sei ein verständliches Excel-Standard-Tool für die internen Kunden des Controllings aus Marketing und Media-Buying.

Weber erklärte, Marketing-Controlling habe in der Praxis noch immer einen großen Nachholbedarf. Doch mittlerweile kümmere sich das Marketing zunehmend selbst um den „return on marketing“. Heute stünden viele Marketiers den Controllern in der Fähigkeit zu rechnen nicht mehr nach. Als Partner der Marketing-Manager müssten Controller somit immer bessere Lösungen zur Verfügung stellen, ein Anspruch, den die ControllerPreis-Träger 2014 von ElitePartner beispielgebend einlösen.

„Der diesjährige Preisträger fokussiert auf einen speziellen und hochaktuellen  Aspekt erfolgreicher Controllerarbeit. Bei der Lufthansa ist die Ausrichtung auf die periodische Planung als eine der Kernaufgaben von Controllern beispiel­gebend gelungen“, erläutert Jury-Vorsitzender Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Weber, Otto Beisheim School of Management, Institut für Management und Controlling (IMC), Vorsitzender des ICV-Kuratoriums, die Entscheidung. „Durch das mustergültige Projekt wurden die Planungsinhalte grundlegend verändert: Eine neue Planungstechnik wird konsequent umgesetzt und es ist eine integrierte Nutzung des insgesamt immer noch nur wenig und zumeist nur ‚halbherzig‘ verwendeten Instruments der Simulation gelungen.“

Der ControllerPreis 2013 wurde nach drei Aspekten vergeben: 1. Nachhaltigkeit der Veränderung; 2. Nutzen für das gesamte Unternehmen, nicht allein für das Controlling; 3. Von den Controllern selbst federführend konzipiert und umgesetzt. Das Lufthansa-Projekt zeichnet eine Entwicklung von der einwertigen Planung zur Bandbreitenplanung aus. Die traditionelle „best case/Erwar­tungs­wert/worst case“-Logik der periodischen Planung wird überwunden. Darüber hinaus werden Planung und Risikomanagement verbunden; der Risikoaspekt wird systematisch in die periodische Planung integriert. Damit einhergehend werden die internen Modelle der Manager und der Controller verändert: „Risiko“ ist nun originärer Teil jeder Planung. Schließlich wird im Lufthansa-Projekt die Idee eines leicht nutzbaren Simulationstools professionell umgesetzt, dessen Komplexität systematisch reduziert wurde, um es wirklich handhabbar zu machen.

Die hohe Relevanz der mit dem ControllerPreis 2013 ausgezeichneten Lösung untermauern neueste Ergebnisse des WHU-Controllerpanels. Demnach findet eine systematische Berücksichtigung von mehrwertigen Erwartungen derzeit in der Praxis noch nicht statt. Simulations-, Bandbreiten- wie auch Treiber-basierte Planung wird nur selten angewendet. Auch bei den dahinter liegenden Methoden – wie z.B. Monte Carlo Simulationen – gibt es noch erhebliche Defizite. Fast jeder zweite Controller kennt dieses Instrument gar nicht. Insofern ist zu hoffen, dass das Beispiel Lufthansa Schule macht und mehr Unternehmen den Weg gehen, mehrwertige Erwartungen konsequent zu berücksichtigen.

Vorbilder für die Controlling-Gemeinschaft

Der ICV hat den mit 5.000 EUR dotierten Preis "ControllerPreis" auf dem 38. Congress der Controller, Europas größter Controlling-Fachtagung, zum 11. Mal verleihen. Die Einreichungen sind internationaler geworden; erstmals lagen der Jury Bewerbungen aus Polen und Moldawien vor. Der ICV-Jury gehören aus der Unternehmenspraxis Hillert Onnen (BLG Logistics Group), Luc Schultheiss (Endress+Hauser Flowtec AG), Hubert Tretter (t4t Management Consulting); aus der Wissenschaft Prof. Dr. Andreas Seufert (FH Ludwigshafen) und Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Weber, (WHU – Otto Beis­heim School of Management) an.

Die Otto Group Hamburg hat den diesjährigen "ControllerPreis" des Internationalen Controller Vereins (ICV) erhalten. Ausgezeichnet wurde das Projekt „Einführung einer Prozesskostenrechnung im Service Center Lieferantenverkehr“, das der ICV als Kern einer mustergültigen Steuerung von internen Dienstleistungen würdigt.

Wie der Jury-Vorsitzende, Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Weber, WHU - Otto Beis­heim School of Management, erklärte, haben für die diesjährige Preisträgerlösung mehrere Faktoren gesprochen. Es sei ein grundlegender und umfassender Umgestaltungsprozess eingeleitet, die Dienstleistungsproduktion neu aufgestellt und ein professionelles Dienstleistungsmanagement sowie ein neues Preis­modell eingeführt worden. Zudem habe das konsequente Change Management zu deutlichen Effizienzverbesserungen geführt, in deren Ergebnis neben reduzierten Stückkosten der Dienstleistungen vor allem eine hohe Zufriedenheit der internen Kunden erzielt wurde.

Im Bereich Kreditorenbuchhaltung verarbeitet das Service Center rund 450.000 Rechnungen jährlich für 10 Konzerngesellschaften. Bei den Gesamtkosten von 3,8 Mio. EUR im Lieferantenverkehr sieht Michael Felix, Leiter Service Center Lieferantenverkehr der Otto Group, "namhafte Beträge, die etwa die Tochtergesellschaften einsparen können." Die wesentliche Weiterentwicklung mit dem realisierten Projekt bestehe darin, "dass sichtbar wird, wo die Ansatzpunkte für Kosteneinsparungen liegen. Die geschaffene Transparenz hat die Einstellung zu solchen nachgelagerten Prozessen wie etwa in der Kreditorenbuchhaltung verändert, denn es wird deutlich, dass man mit dem eigenen Tun Kosten reduzieren kann. Wir entwickeln uns von den klassischen Gemeinkosten, die auf das Gesamtunternehmen berechnet werden, weiter zu Kosten, die auf einzelne Organisationseinheiten, auf Warengruppen bis hin zu einzelnen Artikeln weiterberechnet werden können."

"Das Thema 'Shared Service Center' steht aktuell im Fokus vieler Unternehmen, um Gemeinkosten zu senken", erklärt Jürgen Weber. "Dazu sind die Prozesse zu standardisieren und konsequent zu managen. Die Otto Group nutzt mustergültig mit der Einführung der Prozesskostenrechnung ein sehr wirksames, aber insgesamt immer noch nur wenig verbreitetes Instrument zur Steuerung des Service Centers. Der Preisträger zeigt, wie die hohe Komplexität der Prozesskostenrechnung gemeistert und die vielerorts noch zu geringe Aufmerksamkeit für den Gemeinkostenbereich zum Nutzen des gesamten Unternehmens erhöht werden kann."

Vorbilder für die Controlling-Gemeinschaft

Der ICV hat den "ControllerPreis" auf dem 37. Congress der Controller, Europas größter Controlling-Fachtagung, zum 10. Mal verleihen. "Bei den Einreichungen ist die Qualität deutlich gestiegen", berichtet Jürgen Weber. "Wir hatten zum einen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Otto Group und einer weiteren Bewerbung; und zwei, drei weitere wären auch preiswürdig gewesen. Insofern hat sich die Idee des ControllerPreises offensichtlich endgültig durchgesetzt."

Der Preis soll der Controlling-Gemeinschaft Vorbilder zeigen und Ansporn zum Nachmachen sein. Vergeben wird die Auszeichnung nach drei Aspekten: Erstens ist das die "Nachhaltigkeit der Veränderung", denn eine schnelle Einführung eines neuen Instruments allein verpufft; zweitens zählt der "Nutzen für das Unternehmen, nicht nur für das Controlling", denn der Erfolg des Controllings und der Erfolg des Unternehmens hängen eng zusammen; drittens ist die "von den Controllern selbst federführende Konzeptionierung und Umsetzung" maßgeblich, denn die Nachhaltigkeit ist gefährdet, wenn die Veränderung stark von außen getrieben und betrieben wird.

Der ICV-Jury gehören aus der Unternehmenspraxis Hillert Onnen (BLG Logistics Group), Luc Schultheiss (Endress+Hauser Flowtec AG), Hubert Tretter (t4t Managment Consulting); aus der Wissenschaft Prof. Dr. Andreas Seufert (FH Ludwigshafen) und Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Weber, Vorsitzender des ICV-Kuratoriums, (WHU - Otto Beis­heim School of Management) an.

ControllerPreis-Träger waren bislang: Sick AG: Neugestaltung der Planung („One-Page-Only“);  Aventis Pharma: FACTs – Finance Analyzing & Controlling Tools; T-Online International: Steuerung von Wachstumsunternehmen; Kaufhof Warenhaus: Neuausrichtung des Filialgeschäfts; Hansgrohe AG: Sales up!; Lufthansa City Line: Neue Unternehmenssteuerung; Wittlinger Therapiezentrum/Dr. Vodder Akademie: Entwicklung eines Prozess-, Qualitäts- und Finanzcontrolling; Fiege: „Vom Reporter zum Berater“; Bundesagentur für Arbeit: Steuerung Arbeitsmarktprogramme; McDonald`s: Initiativen-Controlling McCafé.

Otto Group

1949 in Deutschland gegründet, ist die Otto Group heute eine weltweit agierende Handels- und Dienstleistungsgruppe mit rund 54.200 Mitarbeitern (Stand Februar 2012). Die Gruppe ist mit 123 wesentlichen Unternehmen in mehr als 20 Ländern Europas, Nordamerikas und Asiens präsent. Ihre Geschäftstätigkeit erstreckt sich auf die drei Segmente Multichannel-Einzelhandel, Finanzdienstleistungen und Service. Im Geschäftsjahr 2011/12 (29. Februar) erwirtschaftete die Otto Group nach vorläufigen Zahlen einen Umsatz von 11,6 Mrd. Euro. Sie ist weltweit größter Online-Händler für Fashion und Lifestyle und weltweit zweitgrößter Online-Händler mit dem Endverbraucher (BtoC). Kataloggeschäft, E-Commerce und der stationäre Einzelhandel bilden die drei Säulen des Multichannel-Einzelhandels der Otto Group. Weltweite Konzernaktivitäten und eine Vielzahl von strategischen Partnerschaften und Joint Ventures bieten Otto ausgezeichnete Voraussetzungen für Know-how-Transfer und die Nutzung von Synergiepotenzialen. Ein hohes Maß an Eigenverantwortlichkeit der Konzernunternehmen garantiert zugleich Flexibilität und Kundennähe sowie eine optimale Zielgruppenansprache in den jeweiligen Ländern.

Für weitere Informationen:

Anja Schlumberger, Tel.: 040 6461-2820, Fax: -4490,

E-Mail: anja.schlumberger{bei}ottogroup.com

Der ControllerPreis 2011 des Internationalen Controller Vereins (ICV) ist der McDonald´s Deutschland Inc. für das Projekt „Initiativencontrolling McCafé“ verliehen worden. Die Preisverleihung fand am Montag (16. Mai) in München auf dem 36. Congress der Controller statt. Zum 9. Mal hat der ICV den mit 5.000 EUR dotierten ControllerPreis für eine mustergültige Controlling-Lösung vergeben. In dem ausgezeichneten Projekt „Initiativencontrolling McCafé“ hatten die McDonald’s Controlling-Abteilungen den gesamten Realisierungsprozess von McCafé, seit 2003, also bereits vor dem Start des Markteintritts beginnend, unterstützt und begleitet.

Der Jury-Vorsitzende, Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Weber, Vorsitzender des ICV-Kuratoriums, Otto Beisheim School of Management, Institut für Management und Controlling (IMC), Vallendar, erläutert die Entscheidung so: „Die Kernmerkmale dieses ausgezeichneten Projekts liegen zum einen in der Konsequenz, den Aufbau eines Geschäftsfelds von der ersten Idee bis zur erfolgreichen Implementierung und Weiterentwicklung über Jahre hinweg zu begleiten und zu unterstützen. Zum anderen ist die Entwicklung der Controller selbst, vom reinen Zahlenlieferanten zum Business Partner, hervorzuheben. Beides in Summe macht das Projekt zu einem würdigen Gewinner des diesjährigen ControllerPreises.“

Auf dem 35. Congress der Controller ist am Montag (14. Juni) in München der „ControllerPreis 2010" des Internationalen Controller Vereins (ICV) an die Bundesagentur für Arbeit (BA) verliehen worden. Geehrt wurde eine für öffentliche Verwaltungen mustergültige Controlling-Lösung - ein „Leuchtturm-Projekt". Ein Sonderpreis ging an Birgit Feistmantl, Controllerin der Swarovski Japan ltd.

Der mit 5.000 EUR dotierte ControllerPreis 2010 ging an die BA für das Projekt „SAMP - Steuerung Arbeitsmarktprogramme". SAMP unterstützt die Budgetierung und deren Anpassung an sich schnell ändernde Rahmenbedingun-gen. Die BA hat angesichts ihres hohen Bedarfs an einer unterjährigen Steuerung die quartalsweise Fortschreibung der Jahresplanung eingeführt und kann auf dieser Basis Anpassungen im laufenden Geschäft vornehmen.

Einen Sonderpreis vergab die ICV-Jury an Birgit Feistmantl, Controllerin der Swarovski Japan ltd. Ihr war es in der japanischen Tochter des österreichischen Unternehmens gelungen, das japanische Accounting mit einem Controlling nach dem ICV-Leitbild zu verbinden. Das Ergebnis sind deutliche Veränderungen im Bereich der Kostenzuordnung, ebenso wie in der Personalsteuerung.

Auswahlprozess wirft drei neue Spitzenthemen auf
Zum 8. Mal hat der ICV den ControllerPreis für eine mustergültige Controlling-Lösung vergeben. Die Juroren erlebten in diesem Jahr Gewohntes und auch Neues im Auswahlprozess. Der Jury-Vorsitzende, Prof. Dr. Dr. h.c. Jürgen Weber, Vorsitzender des ICV-Kuratoriums und Direktor des Instituts für Management und Controlling an der WHU - Otto Beisheim School of Management, hat als Neuheiten bei den Bewerbungen drei Spitzenthemen ausgemacht, „die alle für das Controlling wichtig sind".

So haben sich erstens „Marken als Werttreiber und Wertträger des Unternehmens" als ein „neues inhaltliches Feld" gezeigt. Controller müssten hierzu dringend noch Expertise aufbauen. Nur vereinzelt erfolgten heute erst entsprechende Bewertungen (als Intangibles); im Rahmen der Regelsteuerung sei das Thema bislang noch unterentwickelt. Besonders eine Bewerbung um den ControllerPreis 2010 zum „Brand Performance Management" habe sich als richtungsweisend gezeigt, weil es sich dabei nicht nur um Markenbewertung, sondern um „echtes Markenmanagement handelte, an dem die Controller maßgeblich mit beteiligt seien".

Eine weitere, zweite Neuheit habe sich bei der „Perspektive Internationalität" gezeigt. Im anglo-amerikanischen Raum sei die „deutsche Auffassung vom Controlling" ebenso wenig bekannt wie in Asien, meint Jürgen Weber. In diesem Jahr gab es aber eine Bewerbung, die auch hier richtungsweisend sei. In der japanischen Tochter eines österreichischen Unternehmens sei „ein Versuch gelungen, dem japanischen Accounting ein Controllingleben einzuhauchen", berichtet Weber. Dabei sei eine „sehr sensible Anpassung des ‚German Controlling' an die japanischen Besonderheiten, z.B. durch die Integration von Elementen des continuous improvement", geleistet worden. Das Ergebnis waren „deutliche Veränderungen im Bereich der Kostenzuordnung, ebenso wie in der Personalsteuerung". Den Einsatz der Controllerin der Swarovski Japan ltd., Birgit Feistmantl, würdigte die Jury mit einem Sonderpreis.

Die dritte, richtungweisende Bewerbung um den ControllerPreis kam laut ICV-Jury aus einem „Feld, auf dem Controlling zwar begrifflich Einzug gehalten hat, wo die Lösungen in der Praxis aber eher noch theoretische sind: öffentliche Institutionen", beschreibt Chef-Juror Weber. Hier bestehe erhebliches Potenzial und hohe Dringlichkeit, die immer knapper werdenden staatlichen Mittel effektiver und effizienter einzusetzen. In diesem Kontext ging der Controller-Preis an eine öffentliche Institution, die „den Schwenk von einer traditionellen Inputsteuerung zur ergebnis- und wirkungsorientierten Steuerung geschafft" habe. Bei der Bundesagentur für Arbeit habe ein „bemerkenswert konsequenter Umbau der Führung unter starker Beteiligung der Controller" stattgefunden. Effektivität und Effizienz seien erheblich verbessert worden, erklärt Weber.

Die Bewerbung um den ICV-Preis erfolgte für einen Teilaspekt des Verände-rungsprojektes, der die Budgetierung und deren Anpassung an sich schnell ändernde Rahmenbedingungen betreffe. Noch stärker als in der Privatwirtschaft sei die Haushalts- und Budgetplanung im öffentlichen Bereich überaus komplex und deshalb langsam und unflexibel. Wo der Aufgabenumfang starken Schwankungen unterliegt, da bestehe hoher Bedarf an einer unterjährigen Steuerung. Deshalb wurde ein Weg beschritten, ergänzend zum periodischen Vorgehen quartalsweise unterjährig die Jahresplanung fortzuschreiben und auf dieser Basis dann Anpassungen im Geschäft vorzunehmen. Wie Jürgen Weber erklärte, soll der ControllerPreis 2010 für die BA öffentliche Institutionen ermutigen, die Idee des Controllings in die Realität umzusetzen. Der Preis sei für ein „Leuchtturmprojekt" vergeben worden.

Bernd Voss: Vom Reporter zum Berater

  • Lufthansa CityLine: "Neuausrichtung der Unternehmenssteuerung"
  • Wittlinger Therapiezentrum/Dr. Vodder Akademie:
    "Entwicklung eines Prozess-, Qualitäts- und Finanzcontrolling im Zusammenspiel"

Hansgrohe AG: "Sales Up! - Wachstum gegen den Trend!"

Kaufhof Warenhaus AG, "Marktorientierte Filialsteuerung"

T-Online International AG, "Steuerung von Wachstumsunternehmen über die Effizienzmatrix"

Aventis Pharma Deutschland GmbH, "FACTs - Finance Analyzing & Controlling Tools"

Sick AG, "One Page Only"

Controlling-Nachwuchspreis

Preisträgerin des ICV-Controlling-Nachwuchspreises 2016: Selina Rogers (2. von links)

Finanzen und Nachhaltigkeit im Reporting verbinden, Risiken in der Unternehmensplanung berücksichtigen, das Selbstverständnis der Controller als „Partner des Managements“ klären – die Siegerarbeiten des diesjährigen ICV-Controlling-Nachwuchspreises sind vielfältig. Der Internationale Controller Verein (ICV) hat am Sonnabend (12. November 2016) im WISTA Technologie-Park Berlin-Adlershof den diesjährigen Preis für die besten Studienabschlussarbeiten zum Controlling verliehen.

Den 1. Preis erhielt Selina Rogers, Duale Hochschule Baden-Württemberg, Stuttgart, für ihre Arbeit „Implementation of Integrated Reporting on the Example of Adidas”, der 2. Preis ging an Fynn Kohn, FH Kiel, und der 3. Preis an Dominic Danial Djannesari, WHU – Otto Beisheim School of Management, Vallendar.

„Siegerin hat höchst relevantes Thema aufgegriffen“

Die erste Preisträgerin, Selina Rogers, hatte ihre Bachelorthesis zur Einführung des Integrated Reporting am Beispiel der Firma Adidas geschrieben. Die ICV-Jury unter Vorsitz von Prof. Dr. Ute Vanini, FH Kiel, begründete ihre Entscheidung mit der „überzeugend klaren Problemformulierung und -abgrenzung“ sowie mit einem „sehr strukturierten Vorgehen zur Problembearbeitung“. Die Arbeit habe ein für Praxis und Forschung höchst relevantes Thema aufgegriffen, die Analyse basiere auf einer umfassenden internationalen Literaturauswertung. Zudem werden konkrete Lösungsansätze zum Integrated Reporting für das Unternehmen entwickelt und nachvollziehbar dokumentiert: „Die Ansätze für eine Integration des Reporting lassen sich z.T. auch auf andere Unternehmen übertragen“, so Professor Dr. Ute Vanini.

„Integrated Reporting“ strebt die Verknüpfung der Finanz- mit der Nachhaltigkeitsbe-richterstattung von Unternehmen an. So soll ein ganzheitliches Unternehmensbild gezeigt werden. Die Wirkung reicht weit über die bloße Berichterstattung hinaus: Auch unternehmensintern soll mit diesen integrierten Größen gesteuert werden, was
Anpassungen etwa des Ziel- und Controllingsystems notwendig macht. Hierbei muss das Management sich eine Vorstellung über die Umwelt und die Wirkungsweisen ihres Handelns darauf verschaffen.

Risikomanagement & Controlling – Controller als „Business Partner“
Der zweite Preisträger, Fynn Kohn, von der FH Kiel, hatte seine Masterthesis „Integration von Risikomanagement und Controlling – Entwicklung von Szenarien und Simulationen zur Berücksichtigung von Risikoaspekten in der Unternehmenspla-nung der ACO Haustechnik Gruppe“ überschrieben. Laut ICV-Jury zeigt die Arbeit „strukturiert und anwendungsorientiert Ansätze und Probleme des Einsatzes komplexerer Monte-Carlo-Simulationen zur Integration von Unternehmensplanung und Risikomanagement in einem mittelständischen Unternehmen beispielhaft auf“.

Der dritte Preisträger, Dominic Danial Djannesari von der WHU – Otto Beisheim School of Management, hatte seine Bachelorthesis mit dem Titel „Business Partne-ring in Practice – The relationship between Controllers' roles and reporting practices“ verfasst. Auch dieser Gewinner habe ein sehr relevantes Thema aufgegriffen, erklärte die Juryvorsitzende. Die empirische Untersuchung, wie sich das Verständ-nis der eigenen Controllerrolle auf das Reporting eines Unternehmens auswirkt, schärfe zumindest in den Unternehmen das Bewusstsein für das Thema und könne Ansatzpunkte für eine bewusstere Gestaltung der Controllerrolle bieten.

Rekordbeteiligung 2016
Groß wie nie zuvor war das Bewerberfeld um den ICV-Controlling-Nachwuchspreis 2016: 23 Arbeiten wurden aus der gesamten DACH-Region, sowohl von Universitä-ten als auch Fachhochschulen bzw. Hochschulen für angewandte Wissenschaften, eingereicht. Deren breites Themenspektrum deckte vom klassischen Kostencontrol-ling und der Budgetierung über das Risikomanagement und Nachhaltigkeitscontrolling bis zu Rollenmodellen im Controlling die ganze Bandbreite des Controllings ab.

Seit 2005 verleiht der ICV den Controlling-Nachwuchspreis alljährlich auf der Fach-tagung Controlling Innovation Berlin (CIB). Der Preis ist insgesamt mit über 4.000 EUR dotiert und wird von Haufe-Verlag und Haufe-Akademie gesponsert. Die CIB organisieren die regionalen Netzwerke des ICV im Osten Deutschlands: Berlin-Brandenburg, Sachsen, Thüringen sowie Weser-Harz. Traditionell stellt der frisch gekürte Preisträger im CIB-Plenum seine Arbeit vor.


Der Internationale Controller Verein (ICV) hat den Controlling-Nachwuchspreis 2015 am Sonnabend (7. November) in Berlin verliehen. Der 1. Preis ging an Dipl.-Ing. Bettina Schoberegger von der FH Joanneum in Graz. Platz zwei wurde zweimal vergeben, an: Thomas Weisz­dorn (Friedrich-Alexander-Universität Nürnberg) sowie an Daniel Erlemann (Hochschule Niederrhein). Die Preisverleihung fand während der ICV-Fachtagung Controlling Innovation Berlin - CIB 2015 in Berlin-Adlershof statt.

Die Siegerarbeit von Bettina Schoberegger, "Zielkonflikte im Working Capital Management - Optimierung interner und externer Logistikprozesse durch verbesserte Interaktion", ist in Graz von Prof. Dr. Martin Tschandl betreut worden. Die Arbeit von Thomas Weiszdorn, "Einfluss der Distributionsstrategie auf den marktorientierten Unternehmenswert - Empirische Analyse internationaler, börsennotierter Unternehmen", betreute in Nürnberg Professor Thomas M. Fischer.

Die Masterthesis von Daniel Erlemann, "Entwicklung eines Verfahrens zur angemessenen Berücksichtigung der Energiekosten im Rahmen eines Energiemanagementsystems gemäß ISO 50001:2011 in kleinen und mittleren Unternehmen am Beispiel der Frankenberg GmbH", betreute in Krefeld Prof. Ulrich Nissen.

Die Preisträger hatte eine Jury unter der Leitung von Prof. Dr. Ute Vanini, Fachhochschule Kiel, FB Wirtschaft, gekürt. Der Jury gehören Gerhard Radinger, Trainer CA Controller Akademie in Wörthsee bei München, Dr. Hendrik Vater, CFO DHL Supply Chain Southern Europe, CFO Life Science & Healthcare Logistics DHL Supply Chain EMEA, Mitglied des ICV-Kuratoriums, und Ulrich Wilke, Berlin, an.

In ihrer Masterthesis beschäftigt sich die Nachwuchspreis-Trägerin mit der Optimierung des Working Capitals von Unternehmen. Da eine isolierte Optimierung des Working Capitals in einzelnen Funktionsbereichen zu negativen Auswirkungen entlang der Lieferkette führen kann, sind Optimierungen aufeinander abzustimmen und die gegenseitigen Auswirkungen auf die Supply Chain zu berücksichtigen. Im Working Capital Management kann dies durch einen ganzheitlichen, auf die Prozesse entlang der gesamten Lieferkette abgestimmten Ansatz erreicht werden. Dazu ist es notwendig, die Einflussfaktoren auf das Working Capital und insbesondere deren Wechselwirkungen zu identifizieren und zu analysieren. In ihrer Laudatio betonte die Jury-Vorsitzende, Prof. Dr. Ute Vanini, die Siegerarbeit beschäftige sich mit "einem aktuellen und sehr relevanten Thema, da eine reduzierte Kapitalbindung wesentlich zur Rentabilität und Liquidität eines Unternehmens beiträgt."

In seiner Masterarbeit untersucht Thomas Weizdorn, laut Jury erstmalig, den Einfluss der Distributionsstrategie auf den marktorientierten Unternehmenswert auf Basis einer großzahligen internationalen Stichprobe. Die empirische Analyse konnte den positiven Einfluss ausgewählter Distributionsstrategien auf die kurz- und die langfristige Umsatzentwicklung und die (Über-)Renditeentwicklung aufzeigen, jedoch nicht auf die Kapitalmarktperformance.

An der Masterthesis von Daniel Erlemann würdigte die Jury die "umfassende und strukturierte Bearbeitung einer praxisrelevanten Fragestellung." Der 2. Preisträger habe konkrete und direkt anwendbare Lösungsansätze für eine verbesserte Einbeziehung der Energiekosten in die Deckungsbeitragsrechnung eines Unternehmens entwickelt: "Ihm ist somit der Theorie-Praxis-Transfer in herausragender Weise gelungen."

Mit dem Controlling-Nachwuchspreis erkennt der ICV die Leistungen von Nachwuchskräften an, die bereits während ihres Studiums innovative wissenschaftliche Lösungen für praktische Probleme des Controllings entwickeln. Auch ihre Professorinnen und Professoren erfahren Anerkennung, weil sie den Praxisbezug in ihrer Lehre und Forschung pflegen und ihre Studierenden unterstützen. "Für die Controller-Praxis ist es von großer Bedeutung, dass sich Studierende während ihrer Ausbildung nicht nur mit theoretischen Konzepten und Methoden, sondern auch mit deren praktischer Anwendung beschäftigen", so Prof. Vanini.

Der Controlling-Nachwuchspreis ist insgesamt mit über 4.000 Euro dotiert, das Preisgeld geht jeweils zu 2/3 an den Studierenden und zu 1/3 an den betreuenden Lehrstuhl. Den seit 2005 alljährlich auf der Fachtagung Controlling Innovation Berlin - CIB verliehenen Preis sponsern Haufe Verlag und Haufe Akademie.

Controlling-Nachwuchspreisträgern 2014 (v.l.n.r.): Simon Redlinger, HS Aalen, 1. Preis; Claudia Lisa Weißmann, TU Darmsatdt, 3. Preis; Christopher Kaufmann, HS Rosenheim, 2. Preis.

Am 15. November sind auf der Fachtagung „14. Controlling Innovation Berlin – CIB 2014“ die drei Hochschulabsolventen gemeinsam mit ihren betreuenden Professoren geehrt worden. Der 1. Preisträger, Simon Redlinger, stellte im CIB-Plenum vor rund 100 Controlling-Experten seine Arbeit vor. Alle drei, in diesem Jahr ausgezeichneten Masterarbeiten behandeln das Spannungsfeld zwischen Controlling und Technik und sind entweder in Kooperation zwischen den Fachbereichen Wirtschaft und Technik oder an einer Technischen Universität erstellt worden.

Der mit über 4.000 EUR dotierte Controlling-NachwuchsPreis wurde auch in diesem Jahr von der Haufe-Gruppe gesponsert.

1. Preis:

Simon Redlinger (Hochschule Aalen, betreut von Prof. Dr. Axel Löffler und Prof. Dr. Robert Rieg) hat in seiner Masterthesis „Windkraft Wirtschaftlichkeitsrechnung – eine systemdynamische Analyse“ eine sehr praxisrelevante Fragestellung bearbeitet, erklär-te die Jury-Vorsitzende, Prof. Dr. Ute Vanini von der FH Kiel, in ihrer Laudatio. Dabei habe er eine äußerst anspruchsvolle Methode zur Modellierung der vielfältigen Wir-kungszusammenhänge bei der Erzeugung von Windkraft verwendet. Zudem würden verschiedene Szenarien simuliert sowie Parameter im Rahmen von Sensitivitätsanaly-sen variiert und deren Auswirkungen auf die Wirtschaftlichkeit der Windkraftanlagen berechnet. Der Preisträger zeige somit, dass auch komplexe Modellierungs- und Simu-lationsmethoden direkt in der Praxis angewendet werden können und dort einen deutlichen Mehrwert bei der Analyse der Wirtschaftlichkeit von Windkraftanlagen bieten.

2. Preis:

Der zweite Preisträger, Christopher Kaufmann, an der Hochschule Rosenheim betreut von Prof. Dr. Robert Ott und Prof. Dr. Oliver Kramer, wurde für seine Masterthesis „Festlegung von verursachungsgerechten Fertigungsstundensätzen zur korrekten Bewertung des Vorratsvermögens nach BilMoG“ (Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz) geehrt. Die Jury würdigte die umfassende und strukturierte Bearbeitung einer praxisrelevanten Fragestellung. Dabei seien konkrete und direkt anwendbare Lösungsansätze für die Verbesserung der Verursachungsgerechtigkeit der Fertigungsstundensätze für ein Praxisunternehmen entwickelt worden. Dem Preisträger sei somit der „Theorie-Praxis-Transfer in herausragender Weise“ gelungen.

3. Preis:

Die 3. Preisträgerin 2014 ist Claudia Lisa Weißmann von der TU Darmstadt, betreut von Prof. Dr. Reiner Quick und Prof. Dr. Anette von Ahsen. Ihre Masterthesis trägt den Titel: „Analyse der Nutzung von Life Cycle Costing und Life Cycle Assessment für Effizienzhäuser“. Die Preisträgerin habe eine relevante Fragestellung aufgegriffen, mittels einer wissenschaftlichen Methodik (Life Cycle Costing) analysiert und ihre Vorgehensweise und ihre Ergebnisse verständlich dargestellt. Die Arbeit gefalle insgesamt durch eine umfassende Literaturauswertung.

Der 1. Preis wurde für die Diplomarbeit von Christopher Scheubel, Technische Universität München, vergeben (im Bild vorne links). Die von Prof. Dr. Gunther Friedl und Dr. Sabine Pallas betreute Arbeit mit dem Titel „Corporate Social Responsibility and Financial Performance in the Automotive Industry – Do Social and Environmental Outperformers also outpace financially?“ geht der Frage nach, ob sich Maßnahmen der sozialen Verantwortung und der Nachhaltigkeit für Unternehmen auch finanziell lohnen. Die Jury erachtete es als besonders preiswürdig, dass sich die Arbeit mit einem relevanten und aktuellen Thema beschäftigt: der Bedeutung der Corporate Social Responsibility (CSR) für das Controlling. Sie leiste hier „einen grundlegenden Beitrag, denn wenn die CSR-Aktivitäten einen positiven Einfluss auf den finanziellen Unternehmenserfolg haben, müssen sie auch gesteuert und damit „controlled“ werden“, heißt es in der Laudatio der Jury-Leiterin, Prof. Dr. Ute Vanini von der FH Kiel. Die Arbeit besteche neben ihrer sprachlichen Prägnanz durch ihr äußerst fundiertes Untersuchungsdesign und dessen wissenschaftlich saubere und ambitionierte Umsetzung. Dem Autor sei es gelungen, ein anspruchsvolles Thema klar und verständlich aufzubereiten und Implikationen für das Management abzuleiten.

Den 2. Preis erhielt Tobias Zöller von der Technischen Universität Darmstadt. Mit seiner Arbeit „Kritische Analyse von Ansätzen des Carbon-Controlling“ wurde er von Prof. Dr. rer. pol. Reiner Quick und Prof. Dr. Anette von Ahsen betreut. Die Bachelorthesis hatte die Jury ausgewählt, weil Carbon-Controlling ein noch relativ junges, aktuelles und wichtiges sowie komplexes Thema für die Controller-Community ist. Auf der Grundlage einer umfassenden internationalen Literaturauswertung gebe Zöller einen strukturierten und kritischen Überblick über die verschiedenen Ansätze des Carbon-Controllings, so die Jury.

Den 3. Preis vergab die Jury an Christine Meyer von der Justus-Liebig-Universi­tät Gießen. Ihre von Prof. Dr. Barbara E. Weißenberger betreute Masterthesis hat das Thema: „The effects of information presentation on the base-rate fallacy: An experimental approach“. Die Autorin befasst sich darin mit der Fehleinschätzung von bedingten Eintrittswahrscheinlichkeiten bestimmter Ereignisse. Sie untersucht auf der Grundlage von Experimenten, wie unterschiedliche Berichtsformate in Form von Texten, Grafiken und Tabellen das Auftreten dieser Fehleinschätzungen beeinflussen. Jury-Leiterin Prof. Vanini betont, dass sich hieraus „wertvolle Implikationen für die Controller-Praxis für die Gestaltung von Berichten und die Darstellung von Informationen“ ergeben. „Neben der inhaltlichen Bedeutung ist auch die hohe wissenschaftliche Qualität der Arbeit besonders preiswürdig“, so die Jury-Leiterin.

Controlling für die Praxis weiterentwickeln

Der ICV hat den Controlling Nachwuchspreis zum 9. Mal im Rahmen der Fachtagung "Controlling Innovation Berlin – CIB 2013" verliehen. Als führende europäische Vereinigung der Controlling-Praktiker verbreitet der ICV das Gedankengut des Controllings und entwickelt es für die Praxis weiter. „Dafür sind die Befruchtung mit neuen Ideen und die Zusammenarbeit mit Hochschulen und anderen Ausbildungseinrichtungen nötig“, erläutert Prof. Dr. Ute Vanini die wesentlichen, mit der Idee des Controlling-Nachwuchspreises verbundenen Ziele. „Mit dem Preis möchten wir die Leistung junger Nachwuchskräfte, die bereits während ihres Studiums innovative wissenschaftliche Lösungen für praktische Probleme des Controllings entwickeln, anerkennen. Auch ihre Professorinnen und Professoren haben sich unsere Anerkennung verdient, weil sie den Praxisbezug in ihrer Lehre und Forschung pflegen und ihre Studierenden als Sparringspartner und Betreuer unterstützen. Für die Controller-Praxis ist es von großer Bedeutung, dass sich Studierende während ihrer Ausbildung nicht nur mit theoretischen Konzepten und Methoden, sondern auch mit deren praktischer Anwendung beschäftigen.“

Die elf eingereichten Abschlussarbeiten umfassten eine bunte Mischung klassischer und neuer Controlling-Themen. Die Jury unter Leitung von Prof. Dr. Ute Vanini mit Gerhard Radinger, Trainer in der Controller Akademie, Ulrich Wilke, Dr. Hendrik Vater, CFO DHL Supply Chain Southern Europe, CFO Life Science & Healthcare Logistics DHL Supply Chain EMEA, ICV-Kuratoriums­mitglied, war über die zunehmende Internationalisierung erfreut. Denn eine wissenschaftliche Weiterentwicklung des Controllings kann nur nach internatio­nalen Standards erfolgen. Ihre Entscheidungen fällt die Jury anhand der vier Kriterien wissenschaftliche Fundierung, praktische Relevanz, Umsetzbarkeit und Innovationsgrad.

Der von Haufe Verlag und Haufe Akademie gesponserte Controlling-Nach-wuchspreis ist insgesamt mit 4.050 Euro dotiert. Zusätzlich zu den Geldpreisen erhalten die Preisträger eine kostenlose Jahresmitgliedschaft im ICV und ein kostenloses Jahresabonnement des Controller Magazins, der erfolgreichsten und auflagenstärksten Controlling-Zeitschrift Deutschlands.

Der Controlling-NachwuchsPreis 2012 geht an Sabine Rossegger, FH Joanneum Kapfenberg, mit der Diplomarbeit "Moderne Budgetierung – Adäquate IT-Unterstützung zur Praxisumsetzung", den 2. Preis erhält Robert Schulze von der HS für Wirtschaft und Recht Berlin für die Masterarbeit "Designing principles and sucess factors for the conception of management performance dashboards for sales companies – A case study on Biotronik", der 3. Preis geht an Slavomira Podluckà von der FH Westküste in Schleswig-Holstein mit der Bachelorarbeit "Framing im Berichtswesen".  Der Controlling-NachwuchsPreis des Internationalen Controller Vereins (ICV) wurde am 27. Oktober auf der Fachtagung "Controlling Innovation Berlin – CIB 2012" zum achten Mal verliehen.

Die Jury unter der Leitung von Prof. Dr. Ute Vanini, Prodekanin und Controlling-Professorin der Fachhochschule Kiel, mit Dr. Hendrik Vater (DHL), Ulrich Wilke (Controller im Ruhestand) und Gerhard Radinger (Controller Akademie CA), traf ihre Entscheidung unter zwölf eingereichten Arbeiten von Hochschulen aus drei Ländern (D, A, CH). Entscheidende Kriterien waren wissenschaftliche Fundierung, praktische Relevanz der Fragestellung, direkte Umsetzbarkeit der entwickelten Handlungsempfehlungen und der Innovationsgrad der Arbeit.

Preisträger 2012 aus Kapfenberg, Berlin und Heide (Schleswig-Holstein)
Den 1. Preis erhält die Diplomarbeit von Sabine Rossegger, FH Joanneum Kapfenberg (Österreich). Das Thema der von Prof. Dr. Martin Tschandl betreuten Siegerarbeit 2012 lautet: "Moderne Budgetierung – Adäquate IT-Unterstützung zur Praxisumsetzung". Die Jury-Vorsitzende, Prof. Vanini, berichtet von einem "sehr eindeutigen Sieger": "Selten habe ich eine derartige Geschlossenheit bei der Juryentscheidung erlebt, was für eine durchgängig ausgezeichnete Qualität der Arbeit spricht."

"Die Arbeit beschäftigt sich mit einem äußerst relevanten und komplexen Thema für die Praxis, da Planungs- und Budgetierungsprozesse sehr viele zeitliche Ressourcen in Unternehmen beanspruchen", erläutert die Juryvorsitzende die Entscheidung. "Aufbauend auf dem Konzept der 'Modernen Budgetierung' des Internationalen Controller Vereins argumentiert Frau Rossegger, dass eine qualitativ hochwertige, aber auch effiziente Budgetierung nur mit einer entsprechenden IT-Unterstützung zu erreichen ist und entwickelt ein Vorgehensmodell inklusive eines Bewertungsansatzes zur Softwareauswahl." Dabei sei ein "Spagat zwischen einer wissenschaftlichen fundierten Herleitung und anschaulichen Darstellung des Modells in herausragender Weise" gelungen. Der in der Siegerarbeit entwickelte Ansatz "kann als Grundmodell für die IT-Unterstützung dienen und von Unternehmen jeweils auf ihre spezifische Bedürfnisse angepasst und vereinfacht werden", lautet das Fazit.

Der 2. Platz wurde vergeben an Robert Schulze von der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin. In seiner Masterthesis, "Designing principles and success factors for the conception of management performance dashboards for sales companies – A case study on Biotronik", hat der Autor laut Jury "ein relevantes Thema gut nachvollziehbar und strukturiert bearbeitet und anschaulich dargestellt." Er habe eine konkrete unternehmensbezogene Lösung für ein Performance Management Dashboard entwickelt, wobei sich die Vorgehensweise und der grundlegende Aufbau des Dashboards problemlos auf andere Unternehmen übertragen lässt.

Der 3. Platz wurde vergeben an Slavomira Podluckà von der Fachhochschule Westküste in Schleswig Holstein. Mit der Arbeit über das "Framing im Berichtswesen" nahm die Jury erstmalig eine Bachelorthesis in den Kreis der preiswürdigen Arbeiten auf. Beim "Framing" geht es um die inhaltliche, strukturelle und sprachliche Gestaltung von Berichten und die dadurch ausgelösten, gewollten und ungewollten, Effekte auf die Wahrnehmung und Entscheidung der Berichtsleser. "Frau Podlucká untersucht mit ihrer Thesis ein sehr relevantes, wenn auch bislang wenig beachtetes Thema aus der Controlling-Praxis anhand zahlreicher Beispiele sehr anschaulich und leitet auch einige Handlungsempfehlungen ab", heißt es bei der ICV-Jury.

(Bild: Nach der Verleihung des Controlling-NachwuchsPreises 2011 in Berlin, v.l.n.r.: Prof. Dr. Barbara E. Weißenberger, Justus-Liebig-Universität Gießen; Prof. Dr. Ute Vanini, Fachhochschule Kiel, ICV-Jury-Vorsitzende; Sebastian Göbel, 2. Preis, Justus-Liebig-Universität Gießen; Günther Lehmann, Haufe-Verlag; Karl Krziwon, 1. Preis, Hochschule Rosenheim.)

Der 1. Preis, dotiert mit 2.500 EUR, geht an Karl Krziwon von der Hochschule Rosenheim. Seine in Zusammenarbeit mit BMW entstandene Arbeit trägt den Titel: „Entwicklung eines Modells zur systematischen Erhebung von Faktorpreisen für Kalkulationsmodelle zur Kostenstrukturanalyse von Fahrzeugbauteilen“. Die ICV-Jury würdigte mit ihrer Entscheidung das in dieser Arbeit entwickelte anspruchsvolle, aber praktikable Modell zur Entscheidungsunterstützung bei der Auswahl von Daten für Kalkulationsmodelle in der Automobilindustrie.
Der zweite, mit 1.500 EUR dotierte Preis geht an Sebastian Göbel von der Justus-Liebig-Universität Gießen für seine Arbeit „Controllinggerechte Gestaltung von Anreizsystemen in Krisensituationen“. Laut ICV-Jury hat der Autor ein sehr relevantes Thema strukturiert und umfassend aufgearbeitet und allgemeine Handlungsempfehlungen für die krisengerechte Gestaltung von Anreizsystemen abgeleitet.
Mit dem seit 2005 alljährlich verliehenen „Controlling-NachwuchsPreis“ will der Internationale Controller Verein (ICV) den Controllernachwuchs fördern sowie innovative und praktikable Ideen einer breiten Controllerschaft zugänglich machen. Das Preisgeld wird jeweils zu 2/3 an den Preisträger und zu einem Drittel an den betreuenden Hochschullehrer ausgeschüttet.
Die „Controlling Innovation Berlin“ (CIB) ist eine von den regionalen ICV-Arbeitskreisen Berlin, Berlin-Brandenburg, Franken, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Thüringen und Weser-Harz organisierte Fachtagung. Jedes Jahr treffen sich zur CIB Controlling-Praktiker, Manager, Berater, Wissenschaftler und Studenten in der WISTA Management GmbH in Berlin-Adlershof. Das Motto der CIB 2011, „Controlling ist (auch) Kommunikation“, unterstrich den Anspruch des veranstaltenden Internationalen Controller Vereins (ICV) an ein nachhaltiges Controlling. Dieser Ansatz versteht Controlling als Steuerungsprozess, der nur im Zusammenwirken von Controllern und Managern seine Wirkung entfalten kann.

Der Controlling-NachwuchsPreis wird gesponsert von Haufe Lexware und von der Haufe-Akademie.

20. Controlling-Nachwuchspreisträger Martin Petschnig (3.Preis) und Kathrin Moormann (1. Preis) mit ihrer Professorin Dr. Ute Vanini.

An die Fachhochschule Kiel, die Universität Regensburg und die FH Joanneum Kapfenberg (Österreich) sind die Controlling-Nachwuchspreise 2010 des Internationalen Controller Vereins (ICV) verliehen worden.

Die Controlling-Nachwuchspreisträger wurden auf der Fachtagung „10. Controlling Innovation Berlin CIB 2010“ am Sonnabend (18. September) geehrt. Kathrin Moormann von der FH Kiel präsentierte im Plenum ihre mit dem 1. Preis ausgezeichnete Arbeit zur „Systematisierung der Risikoidentifikation“.

Ausschlaggebend für die Jury-Entscheidung war die Erarbeitung konkreter, anwendungsnaher, innovativer Lösungsansätze und Handlungsempfehlungen für Unternehmen, die von hoher praktischer Relevanz für das Controlling sein sollten. Der Jury gehörten in diesem Jahr an: Prof. Dr. Ute Vanini (Vorsitzende), Dr. Klaus Eiselmayer, Ulrich Wilke und Dr. Hendrik Vater.

Die Controlling-Nachwuchspreisträger 2010 sind:

1. Preis, dotiert mit 2.250 EUR: Kathrin Moormann, FH Kiel: „Systematisierung der Risikoidentifikation im Dräger-Konzern - Entwicklung eines Risikokatalogs und weiterführender Ansätze“;

2. Preis, dotiert mit 1.200 EUR: Bettina Karl, Universität Regensburg: „Von der Input- zur Outputorientierung am Beispiel der Event-Abteilung der

HypoVereinsbank“;

3. Preis, dotiert mit 600 EUR: Martin Petschnig, FH Joanneum Kapfenberg: „Controlling der Kundenintegration - Erstellung eines Controlling-Konzeptes im Rahmen von Mass Customization und Open Innovation“.

Anliegen des zum 6. Mal verliehenen ICV-Controlling-Nachwuchspreises ist es, den Controllernachwuchs zu fördern sowie innovative Ideen einer breiten Controllerschaft zugänglich zu machen. Die vom Haufe Verlag gesponserten Preisgelder werden zu 2/3 an die Autoren ausgeschüttet und zu 1/3 an den betreuenden Lehrstuhl bzw. die betreuende Professur. Eine Jahresmitgliedschaft im Internationalen Controller Verein, die auch den Bezug des „Controller Magazins“ einschließt, ist weiterer Bestandteil des Preises.


An die Fachhochschule Kiel, die Universität Regensburg und die FH Joanneum Kapfenberg (Österreich) sind die Controlling-Nachwuchspreise 2010 des Internationalen Controller Vereins (ICV) verliehen worden.

Die Controlling-Nachwuchspreisträger wurden auf der Fachtagung „10. Controlling Innovation Berlin CIB 2010“ am Sonnabend (18. September) geehrt. Kathrin Moormann von der FH Kiel präsentierte im Plenum ihre mit dem 1. Preis ausgezeichnete Arbeit zur „Systematisierung der Risikoidentifikation“.

Ausschlaggebend für die Jury-Entscheidung war die Erarbeitung konkreter, anwendungsnaher, innovativer Lösungsansätze und Handlungsempfehlungen für Unternehmen, die von hoher praktischer Relevanz für das Controlling sein sollte. Der Jury gehörten in diesem Jahr an: Prof. Dr. Ute Vanini (Vorsitzende), Dr. Klaus Eiselmayer, Ulrich Wilke und Dr. Hendrik Vater.

Die Controlling-Nachwuchspreisträger 2010 sind:

1. Preis, dotiert mit 2.250 EUR: Kathrin Moormann, FH Kiel: „Systematisierung der Risikoidentifikation im Dräger-Konzern - Entwicklung eines Risikokatalogs und weiterführender Ansätze“;

2. Preis, dotiert mit 1.200 EUR: Bettina Karl, Universität Regensburg: „Von der Input- zur Outputorientierung am Beispiel der Event-Abteilung der HypoVereinsbank“;

3. Preis, dotiert mit 600 EUR: Martin Petschnig, FH Joanneum Kapfenberg: „Controlling der Kundenintegration - Erstellung eines Controlling-Konzeptes im Rahmen von Mass Customization und Open Innovation“.

Anliegen des zum 6. Mal verliehenen ICV-Controlling-Nachwuchspreises ist es, den Controllernachwuchs zu fördern sowie innovative Ideen einer breiten Controllerschaft zugänglich zu machen. Die vom Haufe Verlag gesponserten Preisgelder werden zu 2/3 an die Autoren ausgeschüttet und zu 1/3 an den betreuenden Lehrstuhl bzw. die betreuende Professur. Eine Jahresmitgliedschaft im Internationalen Controller Verein, die auch den Bezug des „Controller Magazins“ einschließt, ist weiterer Bestandteil des Preises.

Der Controlling-Nachwuchspreis 2009 des Internationalen Controller Vereins (ICV) ist am 19. September in Berlin verliehen worden. Der mit 2.250 EUR dotierte 1. Preis ging an Rabab Mitri (Bild: vorne, rechts), Universität Bielefeld, für ihre Diplom-Arbeit „Unterstützung einer Make or buy Entscheidung durch Anwendung der Prozesskostenrechnung am Beispiel der Mechanischen Fertigung PRS bei der Miele & Cie KG".

Zwei, jeweils mit 900 EUR dotierte, 2. Preise gingen an Julia Kornacker (Bild: vorne, Mitte), European Business School, für die Master-Arbeit: „The Design of budgeting Systems - an Analysis of critical Success Factors" sowie an Moritz Schäfer (Bild: vorne, links), Universität Bamberg, für die Diplom-Arbeit: „Integriertes Investitions- und Anlagencontrolling im Mittelstand".

Katarzyna Smirska: Optimierung eines implementierten Risikomanagementsystems unter Berücksichtigung externer und interner Anforderungen mit dem Fokus auf Risikoidentifikation und Risikobeurteilung am Beispiel eines mittelständischen Unternehmens.

Christian Ludwig: Konzeption eines Kennzahlensystems für den Produktionsbereich zur Qualifizierung des Controlling im Metallbau am Beispiel der Yue Hui Enterprise Shanghai.

1. Platz: Peter Schentler („Beyond Budgeting - Voraussetzungen und Konzeption für die Implementierung")

Sandra Ruchhöft „Voraussetzungen, Instrumente und Ansätze zur Implementierung eines integrierten Controllingsystems für ein Kleinunternehmen am Beispiel der Danilo Wiehler Textildruckerei"

Green Controlling-Preis

Preisverleihung (v.l.n.r.): Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Péter Horváth, Jury-Vorsitzender; Richard Mager, Leiter Produktcontrolling bei der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG; Siegfried Gänßlen, ICV-Vorsitzender.

Der Green-Controlling-Preis 2017 der Péter-Horváth-Stiftung gemeinsam mit dem Internationalen Controller Verein (ICV) ist am 20. September 2017 in Stuttgart für die Lösung „Betriebswirtschaftliche Steuerung der CO2-Zielerreichung bei Porsche“ verliehen worden.

Richard Mager, Leiter Produktcontrolling bei der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, nahm den mit 10.000 EUR dotierten Preis aus den Händen von Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Péter Horváth und Siegfried Gänßlen, ICV-Vorstandsvorsitzender, entgegen. Danach stellte er die prämierte Lösung im Plenum des 31. Stuttgarter Controlling & Management Forums vor.

Prof. Horváth hatte in seiner Laudatio erklärt, mit dem Green-Controlling-Preis werden seit 2011 alljährlich Lösungen prämiert, bei denen Controller-Teams nachweislich und beispielhaft einen Beitrag leisten, „mit grünen Themen schwarze Zahlen zu schreiben“. Die Preisträgerlösung 2017 „ist der Kern eines strategieorientierten Gesamtsystems zur Unterstützung des Managements auf dem Weg zur ‚Green Company‘“, so Professor Horváth. „Es gibt ein umfassendes Set an Tools und KPIs zur Steuerung. D.h. ökologieorientierte Planung, Reporting und Kontrolle sind auf allen Unternehmensebenen wirksam.“ Bei Porsche gäbe es zudem klare Controller-Aufgabenstellungen zur Umsetzung, Pflege und Weiterentwicklung des Systems: Dieses sei unternehmensweit ausgerollt, mit einer Roadmap sei die Weiterentwicklung klar definiert.

Porsche-Produktcontrolling-Chef Richard Mager stellte die preisgekrönte Green-Controlling-Lösung vor. Er leitete das Controller-Engagement bei diesem Thema aus der Porsche Strategie 2025 ab, in deren zentralen Zielen das Thema Nachhaltigkeit fest verankert sei. Er verwies zugleich auf die ansteigende Zahl der Märkte weltweit mit Regulierungen für Flottenemissionen. Laut Mager werden ergänzend zu den umgesetzten und den geplanten Verbrauchsoptimierungen weitere Maßnahmen notwendig, um künftige CO2-Ziele zu erreichen.

Mager gewährte Einblicke, wie bei Porsche die betriebswirtschaftliche Steuerung der CO2-Zielerreichung in der Unternehmensplanung einerseits und in der Fahrzeugprojektsteuerung andererseits stattfindet. In der Unternehmensplanung geht es vor allem darum, CO2-Effekte und -Maßnahmen frühzeitig zu berücksichtigen sowie erkannte Ziellücken zur CO2-Zielerreichung zu bewerten. Es gilt einen finanziellen Vorhalt in der Unternehmensplanung – auch für noch nicht bekannte Maßnahmen – zu bilden. Dieser CO2-Vorhalt wird wertansatzbasiert bewertet und in Cash-Sicht sowie Ergebnisplanung mit typischen Jahresverteilungen berücksichtigt.

Bei der Fahrzeugprojektsteuerung werden die zur Erreichung projektspezifischer CO2-Ziele notwendigen Kosten – neben anderen Zielen („integriertes Zielsystem“) – im Zielkatalog des Fahrzeugprojekts berücksichtigt. Im Projektstatus wird die Ergebnisauswirkung durch CO2-Zielüber-/-unterschreitungen bewertet. Eine standardisierte CO2-Kennziffer unterstützt bei der betriebswirtschaftlichen Priorisierung möglicher CO2-Maßnahmen.

„Green-Controlling ist nicht bei ‚green‘ stehengeblieben“
Der Internationale Controller Verein (ICV) und Horváth & Partners arbeiten in der ICV-Ideenwerkstatt zusammen. Erstes Thema dieser Kooperation war 2010 „Green-Controlling“, das kontinuierlich im ICV weiterbearbeitet wird. „Green-Controlling ist nicht bei ‚green‘ stehengeblieben, sondern hat sich weiterentwickelt über Nachhaltigkeitscontrolling, nachhaltige Unternehmensführung, Corporate Social Responsibilty (CSR)“, so ICV-Vorsitzender Siegfried Gänßlen. „Ausgangspunkt für den Erfolg der Nachhaltigkeit ist die Verankerung in der Unternehmensstrategie und die Umsetzung im Firmenalltag. Das ist ein mehrstufiger Prozess, der eine klare Zielrichtung, Geduld und Einsatz voraussetzt.“

Controller sind als Business Partner des Managements gefordert, ihre Unternehmen sowohl bei der Entwicklung als auch Umsetzung von Nachhaltigkeitszielen aktiv zu unterstützen. In der Unternehmenssteuerung ist das Thema Nachhaltigkeit in den letzten Jahren gereift. Heute stehen bei diesem Thema ökonomische Vorteile im Vordergrund, verbunden mit der gesellschaftlichen Verantwortung und der Erfüllung gesetzlicher Pflichten. Da aber das Controlling oftmals noch nur wenig in die Umsetzung sozialer und ökologischer Unternehmensziele eingebunden ist, sind Green-Controlling-Lösungen aus der Praxis wichtig, die der Controller-Community Orientierung geben. Dazu verleiht seit 2011 die Péter-Horváth-Stiftung gemeinsam mit dem ICV den Green-Controlling-Preis.

Im Namen des Green-Controlling-Preisträgerteams 2017 von Porsche kündigte Richard Mager an, das Preisgeld in Höhe von 10.000 EUR an das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig zu spenden.

Die Green-Controlling-Preisträger 2016 und die Juroren (u.a.): Claudia Maron (4.v.r.), Leiterin Betriebswirtschaft DATEV eG; Dr. Stefan Asenkerschbaumer (4.v.l.), stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH, zuständig für Einkauf und IT-Bereich sowie die zentralen Funktionen Betriebswirtschaft, Finanzen und Bilanzen, Planung und Controlling, internes Rechnungswesen und Organisation; Stifter und Jury-Vorsitzender Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Péter Horváth (links); Siegfried Gänßlen (rechts), Vorsitzender des Internationalen Controller Vereins (ICV). Bildquelle: www.konferenzfotografie.de

Am Mittwoch (21.09.206) überreichten in Stuttgart Stifter Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Péter Horváth und ICV-Vorstandsvorsitzender Siegfried Gänßlen den Green-Controlling-Preis. Er geht an die Robert Bosch GmbH für die „Entwicklung eines Systems für strategisches und operatives Umweltcontrolling“ sowie an die DATEV eG für den „Nachhaltigkeitscheck – Führungsinstrument zur Verankerung von Nachhaltigkeit in der Unternehmenssteuerung“. Mit dem Preis prämiert die Péter-Horváth-Stiftung alljährlich in Kooperation mit dem Internationalen Controller Verein (ICV) Controlling-Lösungen, die vorbildlich Nachhaltigkeitsaspekte in die Unternehmenssteuerung integrieren.

Controller als „grüne“ Business Partner des Managements
Der Green-Controlling-Preis geht 2016 sowohl an ein Groß- wie auch an ein mittelständisches Unternehmen. Unter dem Titel „Entwicklung eines Systems für strategisches und operatives Umweltcontrolling“ hatte die Robert Bosch GmbH ein integriertes Gesamtsteuerungssystem entwickelt und eingeführt, das in allen Geschäftsprozessen (von der Unternehmensentwicklung über die Steuerung und Unterstützung bis hin zur Wertschöpfung) verankert wurde. Dabei stellt das Controlling strategisch wie operativ sicher, dass Ökonomie und Ökologie in eine Balance gebracht werden. „Die BOSCH-Lösung zeigt vorbildlich, wie das Thema Ökologie alle Funktionen und alle Hierarchieebenen des Konzerns weltweit umspannt. Insbesondere wird die aktive Rolle des Controllers als ‚grüner‘ Business Partner deutlich“, erklärt Péter Horváth.
Green-Controlling-Preisträger 2016 ist ebenfalls die DATEV eG aus Nürnberg. Als großes mittelständisches Genossenschaftsunternehmen hat die DATEV die nachhaltige Geschäftsentwicklung fest in den Unternehmenszielen verankert. Ausgezeichnet wurde das Konzept „Nachhaltigkeitscheck – Führungsinstrument zur Verankerung von Nachhaltigkeit in der Unternehmenssteuerung“. „Auch bei der DATEV ist der integrative Ansatz beispielgebend und best practice“, erklärt Horváth. „Das Thema Nachhaltigkeit ist sowohl in die Organisationsstruktur, als auch in die Geschäftsprozesse umfassend eingebunden. Das Controlling bildet die Nachhaltigkeit in seinen Zahlen ab. Die operative Umsetzung und Steuerung erfolgt über ein fest definiertes Set an Kennzahlen. Alle Entscheidungen des Vorstandes sind auch unter Nachhaltigkeitsaspekten zu evaluieren.“

„Vorbildliche Lösungen geben Controller-Community Orientierung“
„Controller sind als Business Partner des Managements gefordert, ihre Unternehmen sowohl bei der Entwicklung als auch Umsetzung von Nachhaltigkeitszielen aktiv zu unterstützen“, erklärt ICV-Vorsitzender Siegfried Gänßlen. „In der Unternehmenssteuerung ist das Thema Nachhaltigkeit in den letzten Jahren gereift. Das hat die Green-Controlling-Studie 2016 des Internationalen Controller Vereins zeigt. Verglichen mit 2010 stehen heute bei diesem Thema ökonomische Vorteile im Vordergrund, verbunden mit der gesellschaftlichen Verantwortung und der Erfüllung gesetzlicher Pflichten.“ Das Controlling ist aber oftmals noch gar nicht oder nur sehr wenig in die Umsetzung sozialer und ökologischer Unternehmensziele eingebunden. „Umso wichtiger sind Green-Controlling-Lösungen aus der Praxis, die der Controller-Community Orientierung geben“, so Gänßlen. „Den Preisträgern 2016 ist das vorbildlich gelungen.“

Die Green-Controlling-Preisträger 2015 (v.l.n.r.): Siegfried Gänßlen, ICV-Vorsitzender; Erwin Gutensohn, CFO Vaude; Isabel Stiefenhofer, Controlling Vaude; Dr. Heinz-Gerd Peters, Sustainable Development, Dt. Telekom; Silke Thomas, Sustainable Finance, Dt. Telekom; Torsten Kallweit, Leiter Nachhaltigkeit, Voith GmbH; Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Péter Horváth. (Bild: www.konferenzfotografie.de)

Der Green-Controlling-Preis geht 2015 erstmals an drei Unternehmen: die Deutsche Telekom AG, VAUDE Sport GmbH & Co. KG sowie an die Voith GmbH. Der alljährlich von der Péter Horváth-Stiftung gestiftete und mit 10.000 EUR dotierte Preis wurde in diesem Jahr um 5.000 EUR aufgestockt, so dass jeder Preisträger am 23. September auf dem Controlling-Forum Stuttgart 5.000 EUR in Empfang nehmen konnte. Den Preis überreichten Péter Horváth, Jury-Vorsitzender, und Siegfried Gänßlen, Vorsitzender des Internationalen Controller Vereins (ICV).

Unter dem Motto „Mit grünen Themen zu schwarzen Zahlen!“ lobt die Péter-Horváth-Stiftung alljährlich in Kooperation mit dem Internationalen Controller Verein (ICV) den Green-Controlling-Preis aus. Zur Förderung der Auseinandersetzung des Controllings mit der „grünen Herausforderung“ werden Controller bzw. Controllerteams für die innovativste und effektivste „grüne“ Controlling-Lösung zur Gestaltung und Steuerung von ökologischen Strategien, Programmen, Projekten und Maßnahmen in Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen ausgezeichnet.

Deutsche Telekom AG: Green-Controlling für konzernweite Transparenz

Die Deutsche Telekom AG hat das konzernweite Klimaschutz-Ziel, CO2-Emissionen bis 2020 gegenüber 2008 um 20% zu reduzieren (Konzern Deutsche Telekom ohne T-Mobile US). So genannte „Energiecluster“ beschreiben die Haupttreiber: Effizienzsteigerung bei Netzinfrastruktur und Rechenzentren; Energiemanagement der Gebäude und IT; klimaschonende Ausrichtung der Fahrzeugflotte und Reisetätigkeiten.

Das „grüne Controlling“ ist in einem Management-Regelkreis aufgebaut, in dem Maßnahmen geschärft und neu priorisiert bzw. neu definiert werden. Das SAP-System wurde bereits in 2011 zur Erfassung von ESG-Daten („Environment, Social, Governance“) erweitert. Der ESG-Datenprozess wurde prozessual an den Finanzda-tenprozess angedockt. Damit wurde – über das Monitoring des Klimaschutz-Ziels hinaus – die Voraussetzung zur Integration von ESG-KPIs (Key Performance Indikator – Leistungskennzahl) in den Geschäftsbericht geschaffen. Das SAP-System bietet zudem eine Abweichungsanalyse gegenüber den jährlichen Zielwerten.

Die Green-Controlling-Lösung ermöglicht die transparente und zeitnahe Information von Vorstand und Top-Management über die Entwicklung und auch über etwaige Handlungsbedarfe bezüglich Klimaschutz-Ziele. Durch das Klimaschutz-Monitoring lässt sich bei Bedarf die Notwendigkeit für kompensierende Maßnahmen zur Erreichung des Klimaschutz-Ziels verdeutlichen. Insgesamt leistet die Green-Controlling-Lösung dadurch einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Senkung der Energiekosten im Konzern und zur Senkung der CO2-Emissionen.

VAUDE: Green-Controlling im Unternehmenssteuerungsprozess integriert

Der nachhaltig innovative Outdoor-Ausrüster VAUDE verfolgt eine integrierte Nachhaltigkeitsstrategie, die in allen Unternehmensbereichen umgesetzt wird, im gesamten Produktlebenszyklus ebenso wie am klimaneutralen Firmenstandort Tettnang.

Bei VAUDE ist Green-Controlling komplett im Unternehmenssteuerungsprozess integriert: auf allen Ebenen und nicht als separates System. Betrieben von einem interdisziplinären CSR-Team und Fachbereichs-Controllern unterstützt es den Dreiklang von Ökonomie, Ökologie und Sozialem. Das Green-Controlling wird als KVP – kontinuierlicher Verbesserungsprozess – und als Innovationstreiber genutzt.

Bei Konzeption, Implementierung und Anwendung spielt das klassische Controlling eine Schlüsselrolle. So hat die Stabsstelle Controlling das Ziele-System – inklusive der Nachhaltigkeitskennzahlen – zusammen mit der Stabsstelle Unternehmensentwicklung und der Geschäftsleitung konzipiert und umgesetzt. In enger Zusammenarbeit von Controlling, Unternehmensentwicklung, Umweltbeauftragten und CSR-Verantwortlichen wurden auch die Kennzahlen für die „grünen Ziele“ entwickelt. Messung, Nachverfolgung, Analyse grüner KPIs koordinieren die Stabsstellen Controlling und Unternehmensentwicklung. Diese sind auch in die Entwicklung von Investitionsanträgen – Beachtung grüner Aspekte bei Rentabilitätsrechnungen – involviert.

Voith GmbH: Transparenz sorgt für „Competitive Spirit“

Das im Voith-Konzern etablierte Green-Controlling hat wesentlichen ökonomischen und ökologischen Nutzen gebracht und die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens gestärkt. Maßnahmen zur Energie-, Wasser- und Materialeffizienz haben jährliche Einsparungen von 6,5 Mio. EUR generiert.

Die Green-Controlling-Lösung bei Voith zeichnet eine durchgängige Verbindung eines Top-down- mit einem Bottom-up-Ansatz aus: Im Top-down werden durch standortübergreifende Analysen, Vergleiche mit anderen Unternehmen und Best Practices übergeordnete Konzernziele definiert. Der Bottom-up-Ansatz greift durch standortindividuelle Analysen potenzialgerechte Maßnahmen zur Erreichung der grünen Konzernziele auf.

Der etablierte Controlling-Zyklus wurde aus dem klassischen Finanz-Controlling auf das Green-Controlling übertragen. Erfolgsgrundlage ist die konzernweit einheitliche IT-seitige Umsetzung des Green-Controlling-Prozesses. Hochgradige Transparenz gibt Hinweise auf Best Practices und schafft einen „Competitive Spirit“ zwischen den Standorten.

Auseinandersetzung des Controllings mit Nachhaltigkeit fördern

Der Umweltschutz gilt heute nicht mehr nur als ein Kostenfaktor, sondern die umweltgerechte Ausrichtung des gesamten Unternehmens ist als langfristiger Erfolgsfaktor zu sehen, der neue Chancen auch am Absatzmarkt eröffnet. Die grüne Ausrichtung der Unternehmensaktivitäten stellt das Controlling vor die Herausforderung einer grünen Planung, Steuerung und Kontrolle. Hier bedarf es innovativer Ansätze, Methoden und Ideen im Sinne eines „Green-Controllings“. Controller sollten die Umsetzung grüner Ziele methodisch, instrumentell und beratend unterstützen. Die Erzeugung von Transparenz mit Hilfe der richtigen Kennzahlen, der Nachweis der Wirtschaftlichkeit und die Bewertung des ökologischen Erfolgs sowie die Integration grüner Inhalte in alle Entscheidungsprozesse gelten als wesentliche Aufgaben.

Der Green-Controlling-Preis wird seit 2011 verliehen. Die Jury leitet Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Péter Horváth (Horváth AG, IPRI gGmbH), Leiter der ICV-Ideenwerkstatt. Die Preisträger sind: Deutsche Post DHL (2011), Hansgrohe SE (2012), Volkswagen AG (2013), Flughafen Stuttgart GmbH (2013), Takata AG (2014), STABILO International GmbH (2014), Deutsche Telekom AG, VAUDE Sport GmbH & Co. KG sowie Voith GmbH (alle 2015).

(Verleihung Green-Controlling-Preis 2014, v.l.n.r.: Dr. Dan Tulvan, Director Manufactoring, Arad (RO), Jürgen Volk, Manager Controlling Steering Wheel EMEA, Jörg Henry Dinkat, Director Controlling Global Steering Wheel & FI/CO Office EMEA – alle Takata; Péter Horváth, Jury-Vorsitzender; Angelika Henkel, Leiterin Controlling, Stabilo International, Martin Reim, Geschäftsführer Schwanhäuser Industrie Holding; Lucian Lusca, Manager General Service, Takata Arad (RO); Siegfried Gänßlen, ICV-Vorsitzender)

Auf der CCS 2014 wurde der Green-Controlling-Preis 2014 an die STABILO International GmbH für das Programm „Controlling als Business Partner der nachhaltigen Unternehmensführung“ und an die Takata AG für das Programm „Maximize innovation to minimize environmental impact“ verliehen worden. Den mit 10.000 EUR dotierten, von der Péter-Horváth-Stiftung gestifteten Preis überreichte Péter Horváth, Jury-Vorsitzender und Leiter der ICV-Ideenwerkstatt.

Die Preisträger präsentierten im CCS-Plenum vor über 100 Controlling-Experten und Managern ihre Lösungen: Angelika Henkel, Stabilo International GmbH, Heroldsberg, und Jörg Henry Dinkat, Takata AG, Aschaffenburg.

Beide Preisträger haben angekündigt, ihre Preisgelder für soziale Zwecke zu spenden: Stabilo für eine Flüchtlingsunterkunft in Höchstadt, Takata AG für ein soziales Projekt in Rumänien.

STABILO: „Controlling als Business Partner der nachhaltigen Unternehmensführung“

Um die Nachhaltigkeitsinitiativen des Unternehmens zu fokussieren, definierte die Unternehmensleitung im Jahr 2009 mit der „Strategie 2014“ konkrete Nachhaltigkeitsziele. Als Business Partner des Managements und der operativen Einheiten war das Controlling gefordert, die Anforderungen in die täglichen Abläufe zu integrieren, die sich aus den Nachhaltigkeitszielen ergaben. Die grüne Controlling-Lösung hat drei Komponenten: 1. (Weiter-)Entwicklung des STABILO-Nachhaltigkeitsprogramms unterstützen; 2. Transparenz über Programmergebnisse schaffen und berichten; 3. Nachhaltigkeitsprogramm prozessintegriert begleiten.

Die Jury erkannte in dem Lösungskonzept mehrere innovative Aspekte. Unter anderem ist das Controlling als interner Berater für alle Prozesse integriert, während die Fachabteilungen in der Umsetzung ihrer Projekte autark sind. Es werden alle drei Dimensionen der Nachhaltigkeit – ökonomische, ökologische, soziale – integriert betrachtet und Transparenz über deren Wechselwirkungen geschaffen. Die grüne Controlling-Lösung ist als wesentliche Säule des STABILO Nachhaltigkeitsprogramms in die bestehenden Controlling-Prozesse integriert. Dabei bestand die Prämisse, dass das Controlling des Nachhaltigkeitsprogramms zu keinem zusätzlichen oder parallelen Controlling-Prozess führen darf. Vielmehr wurden bestehende Budgetierungs- und Reportingprozesse um Nachhaltigkeitsziele erweitert. Einzig das Maßnahmen-Controlling, welches zum laufenden Monitoring der Nachhaltigkeitsmaßnahmen eingesetzt wird, wurde neu aufgebaut.

Die grüne Controlling-Lösung hat dazu beigetragen die Identifikation der Mitarbeiter mit dem Thema Nachhaltigkeit zu fördern. Durch die Nachhaltigkeitsstrategie, die Veröffentlichung der Ziele und Maßnahmen sowie das kontinuierliche Reporting fühlen sich die Mitarbeiter aller STABILO Einheiten integriert. In den Budgetdurch-sprachen, Sales- und Marketingmeetings gab es viele gute Beispiele, die von anderen wieder kopiert oder modifiziert umgesetzt wurden. So entstand über alle Einheiten hinweg eine Eigendynamik.

Seit Beginn des Nachhaltigkeitsprogramms 2009 konnten wesentliche Erfolge erzielt werden. Durch die Green-Controlling-Lösung konnten diese Erfolge auch sichtbar gemacht werden, was wesentlich dazu beiträgt, dass Nachhaltigkeit auch weiterhin ein wesentlicher Bestandteil der STABILO Unternehmensphilosophie ist.

Takata AG: „Maximize innovation to minimize environmental impact”

Die Takata Corp. mit Hauptsitz in Tokio ist ein global operierender Hersteller von automobilen Insassenschutzsystemen (Jahresumsatz: 4,1 Mrd. EUR, ca. 45.000 Mitarbeiter weltweit). Die Takata AG mit Zentrale in Aschaffenburg bündelt die europäischen Aktivitäten.

Mit der prämierten Green-Controlling-Lösung hat Takata das klassische KPI-System um neu entwickelte Kennzahlen und eine höhere Detaillierung erweitert. Es wurden „green MbOs” (Management by Objectives als weltweites, variables Vergütungssystem für Manager) – „Minimize Impact on Environment“, „Limit Potential of ecologic Hazards and Risks“, „Rational materials consumption“ – im Zielvereinbarungssystem implementiert. Das Zielvereinbarungssystem wurde mit dem KPI-Reporting (Key Performance Indicators) gekoppelt.

Als „Green Projects“ versteht Takata alle Projekte, welche die Umwelt entlasten, Energie sparen oder Umweltrisiken vermeiden. Das Controlling unterstützt und priorisiert „Green Projects“ durch Wirtschaftlichkeitsberechnungen, Datenrecherchen und Ergebnistracking.

Die Green-Controlling-Lösung, bei der das Takata-Controlling als Innovator und Treiber sowie als „Vernetzer“ der Organisationseinheiten agiert, nutzt vorhandene Ressourcen und Infrastruktur im Unternehmen. Ganz bewusst ist keine zusätzliche Green-Controlling-Abteilung aufgebaut worden, sondern das Thema in die Controlling-Abteilung mit ihren Tagesaufgaben integriert worden. Dazu gehört auch die Nutzung der vorhandenen Reportingstruktur in SAP. Das Takata Controlling wirkt als Moderator und Sparringspartner z.B. in Diskussionen mit den Fertigungsbereichen.

Takata verweist auf eine Reihe positiver ökonomischer wie ökologischer Ergebnisse bzgl. Wirkungen der Lösung. Dazu zählen signifikante Kosteneinsparungen speziell im Energiekostenbereich: 19% wurden trotz 10% höherem Produktionsvolumen eingespart. Ein geschärftes Bewusstsein und klare Verantwortlichkeiten bei den Akteuren in den verschiedenen Bereichen werden ebenfalls als Erfolge aufgezählt. Zudem wird dem Controlling eine gewachsene Prozessstärke im Tages- wie auch Projektgeschäft attestiert. Das Unternehmen hat einen Innovationsschub durch die priorisierte Unterstützung der „Green Projects“ erfahren.

Der mit 10.000 EUR von der Péter-Horváth-Stiftung gestiftete Preis ging am 28. November 2013 an die Flughafen Stuttgart GmbH für das Projekt “fairport Controlling” sowie an die Volkswagen AG für das Projekt “Think Blue. Factory.”. Den Preis überreichten Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Péter Horváth (3.v.r.), Geschäftsführer IPRI gGmbH, Stuttgart, Leiter der ICV-Ideenwerkstatt, und Siegfried Gänßlen (Bild: links), CEO Hansgrohe SE und ICV-Vorstandsvorsitzender, an (v.l.n.r.): Christoph Nieschwitz und Benjamin Böhnke von der Volkswagen AG und an Prof. Dr. Georg Fundel (Geschäftsführer) und Rainer Koch von der Flughafen Stuttgart GmbH.

Der Green-Controlling-Preis 2013 ist der Flughafen Stuttgart GmbH und der Volkswagen AG verliehen worden. Der mit 10.000 EUR von der Péter Horváth-Stiftung gestiftete Preis wurde während der Fachtagung „Controlling Competence Stuttgart – CCS 2013“ am 28. November 2013 im IBM-Forum Ehningen bei Stuttgart zum 3. Mal vom Internationalen Controller Verein (ICV) vergeben. Ausgezeichnet wurden die Lösungen fairport Controlling“ (Flughafen Stuttgart GmbH) sowie das Umweltcontrolling im Rahmen von "Think Blue. Factory.“ (Volkswagen AG).

Die Controller als „Business Partner des Managements“ haben sicherzustellen, dass „mit grünen Themen schwarze Zahlen geschrieben“ werden und Ausgewogenheit bei den drei Nachhaltigkeitssäulen – Ökonomie, Ökologie und Soziales – herrscht. Die Controlling-Community hat die Bedeutung der ökologischen Dimension der Nachhaltigkeit für die eigene Arbeit erkannt und in der Unternehmenspraxis gibt es beispielhafte Ansätze, ein Umweltmanagement zu entwickeln und einzuführen.

Seit 2011 werden alljährlich die innovativsten und effektivsten Controlling-Lösungen zur Gestaltung und Umsetzung ökologisch orientierter Strategien, Programme und Projekte ausgezeichnet. Eine Jury mit ICV-Experten unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Péter Horváth (Horváth AG, IPRI gGmbH, Leiter der ICV-Ideenwerkstatt) wählt die besten integrativen Lösungen, die von Controllern in Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen maßgeblich initiiert bzw. mitgestaltet werden. Prof. Horváth verlieh gemeinsam mit dem ICV-Vorstandsvorsitzenden Siegfried Gänßlen, CEO der Hansgrohe SE, den Green-Controlling-Preis 2013.

„fairport Controlling“ zur Steuerung der Nachhaltigkeitsperformance

Das ausgezeichnete „fairport Controlling“ ist ein Ansatz zur Steuerung der betrieblichen Nachhaltigkeitsperformance der Flughafen Stuttgart GmbH (FSG). Die Flughafengesellschaft hatte einen fairport-Kodex entwickelt und darin ihre Nachhaltigkeitsziele formuliert. Diese integriert die FSG in ihre strategische und operative Planung, Steuerung und Kontrolle, die Investitionsrechnung sowie in die interne und externe Berichterstattung. So vervollständigen ökologische Merkmale die Unternehmenssteuerung der FSG. Das Green-Controlling ist zentrale Instanz für das Reporting ökologischer Aspekte im Unternehmen und gleichzeitig Koordinator und „Rationalitätssicherer“.

Das Controlling der FSG hat mit dem Aufbau des Green-Controllings den Horizont des eigenen Aufgabenbereichs um ökologische Informationen erweitert. Es stellt eine hochgradig integrative und konsistente Datenhaltung und -verwen­dung zur Verfügung. Die integrative Arbeitsteilung zwischen Controlling und Umweltmanagement sichert die Einhaltung von Controlling-Standards und ermöglicht eine Datenversorgung des Managements „aus einer Hand“: Parallelsysteme werden vermieden.

Prof. Georg Fundel, Geschäftsführer der Flughafen Stuttgart GmbH: „Diese Anerkennung unserer nachhaltigen Unternehmensentwicklung durch die Péter Horváth-Stiftung und den Internationalen Controller Verein zeigt, dass wir hier auf dem richtigen Weg sind. Die Weiterentwicklung unseres Controllings bringt ein noch stärkeres Bewusstsein für ökologische und soziale Themen in allen Unternehmensbereichen mit sich. Das ‚fairport Controlling‘ trägt entscheidend dazu bei, unser Ziel zu erreichen dauerhaft einer der leistungsstärksten und nachhaltigsten Flughäfen in Europa zu werden.“

Der Stuttgarter Flughafen optimiert sein Nachhaltigkeitscontrolling kontinuierlich. Um das Projekt fortzuführen, integriert die FSG derzeit auch soziale Aspekte in die Unternehmenssteuerung.

Umweltcontrolling der „Think Blue. Factory.“ bei Volkswagen

Die Umweltbelastungen in der Produktion der Marke Volkswagen sollen bis 2018 um 25 Prozent pro Fahrzeug sinken. „Think Blue. Factory.“ ist eine Strategie zur Umsetzung und verfolgt einen ganzheitlichen, unternehmerischen Ansatz, der Ökologie und Ökonomie in Einklang bringt. Die Herausforderung im Umweltcontrolling besteht darin, die ausgeprägte Wertschöpfungstiefe der 27 Standorte weltweit abzubilden und dabei eine hohe Komplexität der Daten und Messgrößen in einem Projektzeitraum von acht Jahren sicher als auch konsistent zu erfassen.

Alle Bestandteile des Green-Controlling-Ansatzes wurden für die  Marke Volkswagen entwickelt und validiert. Das Umweltcontrolling durch „Think Blue. Factory.“ besteht nicht nur aus der reinen Verfolgung und Berichterstattung der Umweltkennzahlen, sondern auch aus vielen Steuerungsinstrumenten des Change Managements.

In der Produktion die wichtigsten Umweltkennwerte bis 2018 um 25  Prozent zu senken bedeutet, dass pro Fahrzeug und Komponententeil im Vergleich zu 2010 die wesentlichen Umweltkennzahlen (KPI) der Produktion – Energie, Kohlendioxid, Wasserverbrauch, Abfall und Lösemittelemissionen betreffend – reduziert werden sollen. Um „25 Prozent weniger“ messen und steuern zu können, musste zunächst für jeden Standort eine geeignete Absprungbasis 2010 definiert werden – eine komplexe Herausforderung.

Die herausragende Innovation der Umweltcontrolling-Lösung von Volkswagen ist das KPI-Berichtswesen mit seinen innovativen Auswertungen und Prognosen. Eine solche Unterstützung der Unternehmenssteuerung, die über die reine Kennzahlenverfolgung hinausgeht, ist neu in der Automobilindustrie. Die implementierte Controlling-Lösung ist Teil der Marken- und Konzernumweltstrategie und direkt in die Unternehmensprozesse integriert.

Die Marke Volkswagen konnte bereits in den ersten beiden Jahren mehr als 10 Prozent der Umweltbelastung pro Auto im Bereich der Produktion reduzieren. Damit einhergehen entsprechende Kosteneinsparungen je Auto durch verringerte Stückkosten für Energie, Abfall und Wasser.

Péter Horváth (links) gratuliert dem Vorstandsvorsitzenden von Hansgrohe, Siegfried Gänßlen, dessen Team den Green Controlling-Preis 2012 erhalten hat. In der Mitte links Daniel Ette aus dem Controllerteam, rechts daneben Dr. Carsten Tessmer, Leiter der Kommunikation bei Hansgrohe.

Die Hansgrohe SE aus Schiltach im Schwarzwald ist für die Controlling-Lösung „Green Controlling – Green Profit – Green Future“ mit dem Green-Controlling-Preis der Péter Horváth-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Controller Verein (ICV) ausgezeichnet worden.

Der mit 10.000 EUR dotierte Preis wurde auf der Fachtagung "10. Controlling Competence Stuttgart – CCS 2012" zum zweiten Mal verliehen. Den Preis nahm das Hansgrohe-Controllerteam im IBM-Forum Ehningen aus den Händen des Jury-Vorsitzenden Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Péter Horváth (Horváth AG, IPRI gGmbH, Leiter der ICV-Ideenwerkstatt) entgegen.

Péter Horváth begründete in einer Laudatio die Jury-Entscheidung. Dabei stellte er fest, dass die Controlling-Community "die Bedeutung der ökologischen Dimension der Nachhaltigkeit für die eigene Arbeit erkannt" hat. "In der Unternehmenspraxis gibt es inzwischen erfreuliche Ansätze, ein Umweltmanagement zu entwickeln und zu implementieren." Dies geschehe aber häufig noch zu eng im Sinne von eher technisch-orientierten „Insellösungen“, ohne das Controlling einzubinden. Hier seien die Controller gefordert.

Mit dem Green-Controlling-Preis zeichnet die Péter Horváth-Stiftung die innovativste und effektivste Controlling-Lösung zur Gestaltung und Umsetzung ökologisch orientierter Strategien, Programme und Projekte aus. Prämiert werden integrative Lösungen, die von Controllern in Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen maßgeblich initiiert bzw. mitgestaltet werden.

Die Controller hätten als "Business Partner des Managements" die Aufgabe, sicherzustellen, dass "mit grünen Themen schwarze Zahlen geschrieben" werden, meinte der Jury-Vorsitzende. "Wir haben dafür zu sorgen, dass die Ausgewogenheit der drei Säulen der Nachhaltigkeit – Ökonomie, Ökologie und Soziales – sichergestellt wird." Péter Horváth skizzierte in der Laudatio "eine dreifache Herausforderung an den Controller": Benötigt werde ein "mit der Unternehmensstrategie abgestimmtes integriertes Gesamtsystem der Steuerung aller umweltbezogenen Aktivitäten"; dazu erforderlich seien klare Key Performance Indicators KPIs (Leistungskennzahlen), die eine zielorientierte wirtschaftliche Steuerung ermöglichen; erforderlich sei schließlich, dass dieses System umgesetzt, gepflegt und weiterentwickelt wird. "Unser diesjähriger Preisträger hat in geradezu idealer Weise ein Gesamtkonzept erarbeitet und umgesetzt, das konsequent und systematisch auf allen Unternehmensebenen von Strategie, Planung und Steuerung Umweltorientierung integriert. Das Controlling ist hier 'Business Partner' auf dem Weg zur 'Green Company'."

Der Green-Controlling-Preis der Péter Horváth-Stiftung wurde das zweite Mal im Rahmen der süddeutschen ICV-Fachtagung "Controlling Competence Stuttgart" verleihen. Der ICV hatte bereits 2009 in seinem Innovatoren-Gremium, der "Ideenwerkstatt", das Thema „Green-Controlling“ aufgegriffen. Ende 2010 war dazu ein White Paper publiziert worden. Inzwischen arbeitet ein ICV-Fachkreis kontinuierlich weiter. Zur Förderung des Themas wird durch die Péter Horváth-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem ICV jährlich die innovativste und effektivste „grüne“ Controlling-Lösung ausgezeichnet.

Das Unternehmen Hansgrohe (www.hansgrohe.com) mit Stammsitz in Schiltach/Schwarzwald hat sich in seiner 111jährigen Firmengeschichte innerhalb der Sanitärbranche den Ruf als einer der Innovationsführer in Technologie, Design und Nachhaltigkeit erworben. Mit ihren Armaturen, Brausen und Duschsystemen schafft die Hansgrohe SE die Originale, die das Bad funktionaler, komfortabler und schöner machen. Nicht von ungefähr finden sie sich in prominenten Prestigeprojekten wie im Kreuzfahrtriesen „Queen Mary II“, im Terminal 5 des Heathrow Airports in London, im derzeit höchsten Bauwerk der Welt, dem Burj Khalifa in Dubai, sowie im Bundeskanzleramt in Berlin, in den Yoo Luxusapartments in New York oder in der Universität von „Masdar City“ in Abu Dhabi. Das Unternehmen und seine Produkte wurden mit zahlreichen Auszeichnungen prämiert, zuletzt unter anderem mit dem „Umsicht Wissenschaftspreis“, dem „German Design Award“ in Gold und dem „iF Gold Award 2012“. 2011 erwirtschaftete das Unternehmen mit seinen Marken Axor, Hansgrohe, Pharo und Pontos einen Umsatz von rund 764 Mio. Euro (2010: 693 Mio. Euro). Weltweit beschäftigt die Hansgrohe Gruppe heute rund 3.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon etwa zwei Drittel im Inland. Das Unternehmen, das intensiv gegen Plagiate und Ideenklau vorgeht, produziert in sechs deutschen Werken sowie in Frankreich,in den Niederlanden, in den USA und in China.


Die Péter Horváth-Stiftung unterstützt Projekte in Kunst und Wissenschaft. Ein Anliegen ist die Förderung der angewandten Forschung im Controlling durch junge Wissenschaftler und Studierende. Neben dem Green-Controlling-Preis verleiht die Péter Horváth Stiftung jährlich einen mit 25.000 Euro dotierten Preis für die beste praxisorientierte Dissertation im Controlling. Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Péter Horváth ist emeritierter Universitätsprofessor für Controlling an der Universität Stuttgart, Aufsichtsratsvorsitzender der Horváth AG und geschäftsführender Gesellschafter der International Performance Research Institute gemeinnützige GmbH. Weiterhin nimmt Prof. Horváth zusammen mit Dr. Uwe Michel die Leistung der Ideenwerkstatt im Internationalen Controller Verein wahr.

Das Carbon Accounting & Controlling-Team der Deutschen Post DHL (DPDHL) ist für seine Controlling-Lösung im Rahmen seines Umweltschutzprogramms „GoGreen“ mit dem erstmals verliehenen Green-Controlling-Preis der Péter Horváth-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Controller Verein (ICV) ausgezeichnet worden. Die durch das Controller-Team geschaffene Transparenz ermöglicht vor allem die Identifikation finanzieller Risiken und eine effektive Steuerung ökologischer Maßnahmen.

Den Preis nahm das DPDHL-Team Carbon Accounting & Controlling auf der Fachtagung „Controlling Competence Stuttgart - CCS 2011“ im IBM-Forum Ehningen aus den Händen des Jury-Vorsitzenden Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Péter Horváth (Horváth AG, IPRI gGmbH, Leiter der ICV-Ideenwerkstatt) und des ICV-Vorstandsvorsitzenden Siegfried Gänßlen (CEO Hansgrohe AG) entgegen. „Carbon Management ist eine gesellschaftliche Aufgabe, der wir uns bei Deutsche Post DHL konsequent und bereichsübergreifend stellen“, sagte Melanie Kreis, Executive Vice President Corporate Controlling bei der Deutschen Post DHL. „Die heutige Auszeichnung ist Anerkennung dieses ganzheitlichen Ansatzes und spiegelt zugleich das Engagement der zahlreichen am Prozess beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den verschiedenen Unternehmensbereichen wider.“

Die Kriterien „hervorragend erfüllt“

In der Unternehmenspraxis ein Umweltmanagement zu entwickeln und einzuführen, das über technisch-orientierte „Insellösungen“ hinausgeht, bedarf der Einbindung des Controllings. Wie der Jury-Vorsitzende, Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Péter Horváth, in seiner Laudatio erklärte, erwachse daraus eine dreifache Herausforderung an Controller: „Benötigt wird erstens ein mit der Unternehmensstrategie abgestimmtes integriertes Gesamtsystem der Steuerung aller umweltbezogenen Aktivitäten. Benötigt werden dazu zweitens klare KPI’s (Key Performance Indicators - Leistungskennzahlen), die eine zielorientierte wirtschaftliche Steuerung ermöglichen. Erforderlich ist drittens, dass dieses System umgesetzt, gepflegt und weiterentwickelt wird“, so Horváth.

Die Green-Controlling-Preisträger von der Deutschen Post DHL haben ein Umweltcontrolling-System entwickelt, das alle die Kriterien „hervorragend erfüllt“, so Péter Horváth. Es sei der Kern eines strategieorientierten Gesamtprogramms zur Unterstützung des Managements. Ein umfassendes Set an KPI’s zur Steuerung sorge dafür, dass Planung, Reporting und Kontrolle auf allen Unternehmensebenen umsetzbar ist. Es bestünden zudem klare Controller-Aufgabenstellungen zur Umsetzung, Pflege und Weiterentwicklung des Systems, das auch unternehmensweit ausgerollt wurde.

Controller als Partner des CO2-Managements

Die Deutsche Post DHL bewegt als global agierender und weltweit führender Logistikdienstleister mit rund 470.000 Beschäftigten weltweit Güter und Informationen. Im Rahmen dieser Aufgabe als Motor des Welthandels verursacht das Unternehmen auch CO2-Emissionen in nicht unerheblichem Umfang. „Um der Verantwortung, die uns dadurch für unser Klima erwächst, gerecht zu werden, haben wir das Umweltschutzprogramm GoGreen ins Leben gerufen“, erklärte Stefan Freigang, zuständig für Carbon Accounting & Controlling im DPDHL-Konzerncontrolling, der im Plenum der CCS 2011 die Lösung präsentierte. Das Carbon Accounting & Controlling unterstützt das GoGreen-Programm des Konzerns, das es sich zum Ziel gesetzt hat, die eigene CO2–Effizienz – einschließlich der Aktivitäten der Subunternehmer – bis zum Jahr 2020 um 30% gegenüber dem Basisjahr 2007 zu verbessern. Diese Verbesserung wird dabei laut Stefan Freigang durch zahlreiche sowohl zentrale, wie auch dezentrale Maßnahmen gefördert.

Das konzernweite Carbon Accounting & Controlling-Programm wird durch eine im Jahr 2010 neu gegründete Abteilung im Konzerncontrolling vorangetrieben. Das Innovative am prämierten Lösungskonzept bestehe darin, das Controlling der CO2-Effizienz-Ziele konsequent in Organisation, Prozesse und Systeme des Finanzwesens zu integrieren. Für eine effektive Steuerung wird neben der jährlichen Offenlegung ein laufendes unterjähriges Management-Reporting aufgebaut. Das entwickelte Instrumentarium erlaubt zudem Vorhersagen, Zielplanung und die Kalkulation von Maßnahmen zur Effizienzsteigerung.

„Die Controller spielen bei der Konzeption, Implementierung und Anwendung die wesentliche Rolle. Sie werden nun mehr und mehr zusätzlich zu den klassischen Finanzthemen auch im Rahmen des Carbon Controllings zum Partner des Managements“, so Stefan Freigang weiter. Das „Carbon Controlling“ entsteht im Zusammenwirken von Controllern und Managern. Die geschaffene Transparenz über aktuelle Ist-Emissionen ermöglicht die Identifikation finanzieller Risiken und eine effektive Steuerung ökologischer Maßnahmen. So unterstützt Carbon Controlling das Management bei Entscheidungsfindungen und bei der Unternehmenssteuerung durch die Aufbereitung und Vermittlung von Fakten sowie Modellberechnungen zu den möglichen ökonomischen und ökologischen Auswirkungen.

Der Internationale Controller Verein (ICV) hat sich mit seiner Ideenwerkstatt, einem Team mit Wissenschaftlern und Controlling-Praktikern unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Péter Horváth, in 2010 schwerpunktmäßig mit „Green Controlling“ beschäftigt. Diese Arbeit wird seit Herbst 2011 in einem neuen Fachkreis „Green Controlling“ fortgesetzt. Zur Förderung des Themas wird durch die Péter Horváth-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem ICV jährlich die innovativste und effektivste „grüne“ Controlling-Lösung ausgezeichnet.Deutsche Post DHL ist der weltweit führende Post- und Logistikkonzern. Die Konzernmarken Deutsche Post und DHL stehen für ein einzigartiges Portfolio rund um Logistik (DHL) und Kommunikation (Deutsche Post). Die Gruppe bietet ihren Kunden sowohl einfach zu handhabende Standardprodukte als auch maßgeschneiderte, innovative Lösungen - vom Dialogmarketing bis zur industriellen Versorgungskette. Dabei bilden die rund 470.000 Mitarbeiter in mehr als 220 Ländern und Territorien ein globales Netzwerk, das auf Service, Qualität und Nachhaltigkeit ausgerichtet ist. Mit seinen Programmen in den Bereichen Klimaschutz, Katastrophenhilfe und Bildung übernimmt der Konzern gesellschaftliche Verantwortung. Deutsche Post DHL erzielte 2010 einen Umsatz von mehr als 51 Milliarden Euro.Die Post für Deutschland. The Logistics company for the world.