CIB Controlling Innovation & Inspiration Berlin - die Vorträge

Wir veröffentlichen an dieser Stelle nur Präsentationsunterlagen, die von den Referenten freigegeben sind. Für fehlende Dateien haben wir keine Freigabe erhalten.

2017

Auch in 2017 gab es wieder interessante Vorträge. Hier der Veranstaltungsflyer sowie die zur Veröffentlichung freigegebenen Vorträge:

 

2016

Zur 16. CIB am 12. November 2016 konnte Wolfgang Schneider, Arbeitskreisleiter Weser-Harz und CIB-Projektleiter, 154 Teilnehmer in Berlin-Adlershof begrüßen. Im Fokus der diesjährigen Veranstaltung standen Fragestellungen und Erfahrungsberichte, wie Controller unter Nutzung moderner Technologien , wie Controller in start-ups ihre Arbeit erfolgreich gestalten können. Die Anwesenden erlebten einen kurzweiligen Tag in bester Atmosphäre, denn interessante, abwechslungsreiche Beiträge führten zu einem Erkenntniszuwachs. Das Kommen wurde belohnt.

Ein besonderer Höhepunkt war auch in diesem Jahr die Verleihung des Controlling-Nachwuchspreises. In ihrer Laudatio verwies Professorin Ute Vanini von der Fachhochschule Kiel darauf, dass es für die Controllerpraxis von großer Bedeutung ist, dass sich Studierende nicht nur mit theoretischen Konzepten und Methoden
sondern auch mit deren praktischer Anwendung beschäftigen.

Bei ihrer Entscheidung hat die Jury wie in jedem Jahr vier Kriterien angelegt. Neben der wissenschaftlichen Fundierung ging es uns vor allem um die praktische Relevanz der Fragestellung, die direkte Umsetzbarkeit der entwickelten Konzepte und den Innovationsgrad der Abschlussarbeiten.

Der Controlling-Nachwuchspreis wird vom Haufe Verlag und der Haufe Akademie gesponsert. Für die zuverlässige und stabile Partnerschaft bedankte sich die Jury-Vorsitzende sehr herzlich auch im Namen des ICV bei Herrn Lehmann.

Es wurden insgesamt 23 Abschlussarbeiten aus allen Ländern der DACH-Region eingereicht, was einen neuen Teilnehmerrekord darstellt. Die Arbeiten decken vom klassischen Kostencontrolling und der Budgetierung über das Risikomanagement und Nachhaltigkeitscontrolling bis zu Rollenmodellen im Controlling die ganze
Bandbreite des Controllings ab und bilden auch von den einreichenden Institutionen die gesamte Breite des Hochschulspektrums ab, was für eine breite Akzeptanz des Nachwuchspreises in der Hochschullandschaft spricht.

Der 1. Platz des Controlling-Nachwuchspreises 2016 wurde an die herausragende Bachelorthesis von Frau Selina Rogers von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg zum bereits o.g. Thema "Implementation of Integrated Reporting on the Example of Adidas" vergeben, die von Prof. Roman Stoi betreut wurde. Die Arbeit überzeugt durch eine klare Problemformulierung und –abgrenzung sowie ein sehr strukturiertes Vorgehen zur Problembearbeitung. Die Analyse basiert auf einer umfassenden internationalen Literaturauswertung. Es werden konkrete Lösungsansätze in Form eines Prototyps und einer Roadmap zum Integrated Reporting für das Unternehmen entwickelt und nachvollziehbar dokumentiert. Die Ansätze für eine Integration des Reporting wurden bereits teilweise bei Adidas angewendet und lassen sich zum Teil auch auf andere Unternehmen übertragen. Die Präsentation der Arbeit finden Sie unten.

Der 2. Platz ging an Fynn Kohn von der Fachhochschule Kiel für seine Masterthesis "Integration von Risikomanagement und Controlling – Entwicklung von Szenarien und Simulationen zur Berücksichtigung von Risikoaspekten in der Unternehmensplanung der ACO Haustechnik Gruppe". Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung und Erprobung eines stochastischen Planungsmodells für ein Unternehmen, wobei sowohl verteilungs-wie auch ereignisabhängige Risiken modelliert werden. Es werden Anwendungs-möglichkeiten und –probleme diskutiert und die Prognosegüte durch eine Variation der Modellannahmen und eine Art von Backtesting überprüft. Aus der Masterthesis lassen sich vielfältige Weiterentwicklungs-möglichkeiten für eine risikoorientierte Planung des Unternehmens ableiten.

Der 3. Platz ging an Dominic Danial Djannesari von der WHU – Otto Beisheim School of Management für seine Bachelorthesis mit dem Titel "Business Partnering in Practice -The relationship between Controllers' roles and reporting practices", die vom Kollegen Professor Utz Schäffer betreut wurde. Sowohl in der wissenschaftlichen als auch in der praxisorientierten Literatur wird oftmals die Entwicklung des Controllers vom Erbsenzähler zum Business Partner thematisiert, unklar sind allerdings die Auswirkungen dieser Rollen auf die Controlling Praxis. Der Preisträger greift somit ein relevantes Thema auf und führt eine eigene empirische Untersuchung der Auswirkungen des Rollenverständnisses auf das Reporting eines Unternehmens durch, die zumindest in den Unternehmen das Bewusstsein für das Thema schärfen und Ansatzpunkte für eine Gestaltung der Controllerrolle bieten kann. Die Arbeit basiert auf einer umfassenden internationalen Literaturauswertung, die Ergebnisse sind nachvollziehbar im Anhang der Arbeit dokumentiert.

Nach der Verleihung des Preises wurden zwei Jury-Mitglieder aus diesem Gremium verabschiedet: Frau Prof. Vanini und Ulrich Wilke. Ihnen sei nochmals für die langjährige und hervorragende ehrenamtliche Arbeit herzlich gedankt!

Die Vorträge im Überblick:

Den Eröffnungsvortrag hielt in diesem Jahr zum Thema „Nutzung Informationstechnologie zur Entscheidungsfindung“ Dr. Joachim Jäckle, Corporate Senior Vice President der Henkel AG & Co. KGaA, Düsseldorf. Sein Credo: Daten sind das „Öl des 21. Jahrhunderts“. Der Controller von morgen braucht für seine Arbeit technologisches Wissen und know how, denn: „Panta rhei“ (Heraklit).

Matthias von Daacke, Director Controlling, BLANCO GmbH und Co KG, Obererdingen und Mitglied des Vorstandes des icv charakterisierte den modernen Controller als Business Partner, Innovator und Treiber der

Veränderungen. Er ging von seinen praktischen Erfahrungen aus und leitete Konsequenzen für das Controlling ab, wie zum Beispiel: Zahlen sind zu Informationen so aufzubereiten, dass der Empfänger einen Nutzen hat.

Die Digitalisierung als Herausforderung der Wirtschaftspraxis stand im Mittelpunkt des Vortrages von Prof. Dr. Nils Herda und Prof. Dr. Stefan Ruf von der Hochschule Albstadt-Sigmaringen. Sie arbeiteten eindrucksvoll heraus, dass und was Startups und Hidden Champions voneinander lernen können.

Thorsten Jekel (jekel & team, Berlin) ist Controlling oftmals noch zu langsam – und: es werden die falschen Fragen gestellt. Die „richtigen Fragen“ beziehen sich aus seiner Sicht auf Geschwindigkeit, Zusammenarbeit, Verknüpfungen und Skalierbarkeit. Wichtig für ihn: mobil und nah am Kunden zu sein bei Nutzung geeigneter Systeme.


Die abschließenden Beiträge setzten sich mit praktischen Erfahrungen von start-up-Unternehmen auseinander. Torsten Sabel, CEO, CA Customer Alliance GmbH Berlin, schilderte seine Erfahrungen mit den „Ups und downs“ in seinem start-up. Für ihn entsteht Erfolg durch eine Kombination von Emotion („Bauchgefühl“) und Fakten.
Interessant das Reporting/ Controlling, das er praktisch nutzt: sechs Bereiche mit je zwei „Haupt“-KPI.

Diese Erfahrungen aufgreifend erfolgt ein Abstrahieren durch den langjährigen Controlling-Trainer Manfred Grotheer, der viele start-up-Unternehmen begleitete. Anhand des ICG-Controller-Leitbildes erläutert er Frage-und Problemstellungen, die erfahrungsgemäß in solchen Unternehmen auftreten. Abschließend stellt er ein strategisch-operatives Verbundformular vor, das nicht nur in start-up-Unternehmen „Nachnutzer“ finden dürfte.


Prof. Dr. Ute Vanini (Kiel)/ Prof. Dr. Sibylle Seyffert (Leipzig)

Hier der Veranstaltungsflyer 2016 und die auf der 16. CIB gehaltenen Vorträge:

Thorsten Jekel im Video

Thorsten Jekel: Im Controlling mit neuer Technik punkten - Vortrag auf der 16. CIB

Impressionen von der 16. CIB

2015

Die drei Preisträger des ICV-Controlling-Nachwuchspreises (von links):
Thomas Weiszdorn (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg - 2. Preis)
Bettina Schoberegge (FH Joanneum Graz-Kapfenberg - 1. Preis)
Daniel Erlemann (Hochschule Niederrhein Mönchengladbach - 2. Preis)

Zur 15. CIB am 7. November 2015 konnten Dr. Walter Schmidt und Matthias von Daacke, Mitglied im ICV-Vorstand, 125 Teilnehmer in Berlin-Adlershof begrüßen. Mit dem Thema „Controlling: zentral oder dezentral?“ hinterfragten die Veranstalter kritisch, wie Controller unter Beachtung aktueller Herausforderungen ihre Arbeit erfolgreich gestalten können. Die Anwesenden erlebten einen kurzweiligen Tag, denn interessante, abwechslungsreiche Beiträge führten zu einem wertvollen Erkenntniszuwachs.

Controlling-Nachwuchspreis für Optimierung der Logistik im Working Capital Management

Ein besonderer Höhepunkt war auch in diesem Jahr die Verleihung des Controlling-Nachwuchspreises. In ihrer Laudatio verwies die Jury-Vorsitzende Prof. Ute Vanini darauf, dass es für die Controllerpraxis von großer Bedeutung ist, dass sich Studierende nicht nur mit theoretischen Konzepten und Methoden sondern auch mit deren praktischer Anwendung beschäftigen. Bei ihrer Entscheidung hat die Jury vier Kriterien angelegt. Neben der wissenschaftlichen Fundierung ging es vor allem um die praktische Relevanz der Fragestellung, die direkte Umsetzbarkeit der entwickelten Konzepte und den Innovationsgrad der Abschlussarbeiten.

Das Thema der herausragenden Siegerarbeit von Dipl.-Ing. Bettina Schoberegger von der FH Joanneum Graz-Kapfenberg lautet „Zielkonflikte im Working Capital Management – Optimierung interner und externer Logistikprozesse durch verbesserte Interaktion“. Frau Schoberegger beschäftigt sich in ihrer Masterthesis, die von Prof. Dr. Martin Tschandl betreut wurde, mit der Optimierung des Working Capitals von Unternehmen. Eine isolierte Optimierung des Working Capitals in einzelnen Funktionsbereichen kann zu negativen Auswirkungen entlang der Supply Chain führen. Daher sind die Optimierungen aufeinander abzustimmen und die gegenseitigen Auswirkungen auf die Supply Chain zu berücksichtigen. Im Working Capital Management kann dies durch einen ganzheitlichen, auf die Prozesse entlang der gesamten Supply Chain abgestimmten Ansatz erzielt werden. Dazu ist es notwendig, die Einflussfaktoren auf das Working Capital und – insbesondere – deren Wechselwirkungen zu identifizieren und zu analysieren. Zwei Beispiele:
- Bei der Nutzung von Skonto ist zwischen Ertrags- und Liquiditätszielen abzuwägen.
- Bei der Festlegung der Bestellmenge ist das Minimum aus Lagerhaltungs- und Bestellkosten zu ermitteln.

Nach intensiver Diskussion vergab die Jury den zweiten Platz zweimal. Er ging an Thomas Weiszdorn (Friedrich-Alexander-Universität Nürnberg) sowie Daniel Erlemann (Hochschule Niederrhein):

Unter dem Titel „Einfluss der Distributionsstrategie auf den marktorientierten Unternehmenswert – Empirische Analyse internationaler, börsennotierter Unternehmen“ untersuchte Thomas Weiszdorn erstmalig den Einfluss der Distributionsstrategie auf den marktorientierten Unternehmenswert auf Basis einer großzahligen internationalen Stichprobe. Die empirische Analyse konnte den positiven Einfluss ausgewählter Distributionsstrategien auf die kurz- und die langfristige Umsatz-und Renditeentwicklung aufzeigen, jedoch nicht auf die Kapitalmarktperformance. Der Preisträger hat somit eine relevante Fragestellung aufgegriffen, mittels einer wissenschaftlichen Methodik formal sehr sauber analysiert und seine Ergebnisse verständlich dargestellt. Die von Professor Thomas Fischer betreute Arbeit gefiel der Jury außerdem durch eine umfassende internationale Literaturauswertung.

Das Thema der Arbeit von Daniel Erlemann lautet „Entwicklung eines Verfahrens zur angemessenen Berücksichtigung der Energiekosten im Rahmen eines Energiemanagementsystems gemäß ISO 50001:2011 in kleinen und mittleren Unternehmen am Beispiel der Frankenberg GmbH“. Die Jury würdigte die umfassende und strukturierte Bearbeitung einer praxisrelevanten Fragestellung. Herr Erlemann entwickelt konkrete und direkt anwendbare Lösungsansätze für eine verbesserte Einbeziehung der Energiekosten in die Deckungsbeitragsrechnung eines Praxisunternehmens. In seiner von Prof. Ulrich Nissen betreuten Masterthesis ist ihm somit „der Theorie-Praxis-Transfer in herausragender Weise gelungen“.

die drei Preisträger, Prof. Martin Tschandl - Joanneum Graz-Kapfenberg -, die Jury (Prof. Ute Vanini - FH Kiel - und Ulrich Wilke), ICV-Vorstand Matthias von Daacke sowie Melanie Vesper-Gräske und Fabian Walther (Org.-Komitee ICV-Controlling-Nachwuchspreis)

Der Controlling-Nachwuchspreis ist insgesamt mit 4.050 Euro dotiert und wird von Haufe und der Haufe Akademie gesponsert. Das jeweilige Preisgeld geht zu 2/3 an den Studierenden und zu 1/3 an den betreuenden Lehrstuhl. Für die zuverlässige und stabile Partnerschaft bei der Unterstützung dieses Preises dankte Professorin Vanini den Sponsoren im Namen aller Jury-Mitglieder und des ICV.

Es wurden insgesamt elf Abschlussarbeiten eingereicht. Sie reichten von eher konzeptionell-theoretischen Themen wie dem Integrated Thinking über konkrete Ansätze zur strategischen Absatzplanung am Beispiel der Automobilzuliefererindustrie zur Entwicklung und Implementierung von Optimierungsansätzen im Working Capital Management.

Aus Sicht der Jury war erfreulich, dass Universitäten und Fachhochschulen sich fast in gleicher Zahl an dem Wettbewerb beteiligt haben, was für eine breite Akzeptanz des Nachwuchspreises in der Hochschullandschaft spricht. Mit fünf Bachelor- und sechs Masterarbeiten waren die eingereichten Arbeiten zudem auch hier sehr gleichmäßig verteilt.

Zentrales Thema der CIB 2015: "Controlling: zentral oder dezentral?"
Die Vorträge im Überblick (download-Möglichkeit unten):

Prof. Dr. Knut Blind, Chair of Innovation Economics, TU Berlin/ Fraunhofer Institute for Open Communication Systems, machte die Teilnehmer mit Industrie 4.0 vertraut. Er zeigte Innovationspotenzial, Chancen und Risiken sowie strategische Effekte der Digitalisierung auf. Sein Credo: „Es ist noch viel zu tun.“

Thomas Molzberger charakterisierte zentrales und dezentrales Controlling bei „bofrost“. Er ging von den Besonderheiten seines Unternehmens aus und leitete Konsequenzen für das Controlling ab. Wichtige Erfolgsfaktoren im Controlling sind für ihn: Einfach, Nah und Konsequent.

Flexible Tools im Controlling war das Thema von Steffen Rohr (syconomic GmbH, Leipzig) und Renate Mehner (KNORR Bremse, Berlin). Am Beispiel der Stundensatzkalkulation zeigten sie eindrucksvoll den Einsatz eines Modellierungswerkzeuges.

Dr. Mark-Steffen Buchele (buchele cc GmbH, Leipzig) übersetzte Wachstumsziele in Kommunikationsziele. Und er erläuterte den Anwesenden: Wie kann ich messen, dass ich die Ziele erreiche?

Von ihren praktischen Erfahrungen mit Outsourcing aus Unternehmens- und Konzernsicht berichtete Ursula Freundl, Caterpillar Motoren GmbH & Co.KG, Kiel.

Abschließender Höhepunkt der Veranstaltung war der Vortrag von Siegfried Gänßlen, Executive Advisor, Hansgrohe Supervisory Board und Vorstandsvorsitzender des ICV. Aus seinem schier unermesslichen Erfahrungsschatz zeigte er aus Sicht eines Global Players, dass und wie Unternehmensführung und Controlling in der Praxis zentral und dezentral realisiert werden. Anhand ausgewählter Beispiele arbeitete er heraus, dass Globalisierung einen Paradigmenwechsel von „Push“ zu „Pull“ erfordert sowie das Zusammenspiel von lokaler und globaler Verantwortung. Erfolgsfaktoren sind auf den unterschiedlichen Märkten differenziert zu betrachten unter Beachtung länderspezifischer Aspekte.

(Prof. Dr. Ute Vanini/ Prof. Dr. Sibylle Seyffert)

 

Hier der Veranstaltungsflyer 2015 und die auf der 15. CIB gehaltenen Vorträge; der Vortrag von Frau Freundl, Caterpillar Motoren GmbH konnte leider nicht veröffentlicht werden.

2014

Zentrales Thema der CIB 2014: "Führen Daten zu Entscheidungen?"

2013

Zentrales Thema der CIB 2013: "Flexibilität - planbar?"

2012

Zentrales Thema der CIB 2012: Welche Veränderung braucht Controlling ?

2011

Zentrales Thema der CIB 2011: "Controlling ist (auch) Kommunikation"

2010

Zentrales Thema der CIB 2010: "Mit Controlling auf dem richtigen Weg"