CCS Controlling Competence Stuttgart - das erwartet Sie am 21. November 2019


DAS PROGRAMM IM ÜBERBLICK


09:30 Welcome und get together

10:00 Opening der 17. CCS

Begrüßung und Moderation: 

10:15 IT, KI, Robotik, Neuromorphe und Quantencomputer

  • Wir sind alle in unterschiedlichen Rollen betroffen
  • Industrie, Gesellschaft und Individuen müssen sich immer wieder neu ausrichten
  • Ein Versuch der aktuellen Bestandsaufnahme mit Ausblick auf heiße Themen der Zukunft

Prof. Dr. Martin Welsch
Chief Technology Advisor emeritus (IBM R&D),
Friedrich-Schiller Universität, Jena  
www.mwitplus.com • IT Trends • Technologie und mehr

IMPULSVORTRÄGE UND WORKSESSIONS: Auswahl und Anmeldung

  • Bei Ihrer Anmeldung zur CCS 2019 nennen Sie uns auf dem Anmeldeformular Ihren Teilnahmewunsch für die Veranstaltungszeiten 11:15 Uhr (Impulsvortrag mit Worksession oder B) sowie für 12:15 Uhr (Impulsvortrag mit Worksession oder D).
  • Die Vergabe der limitierten Teilnahmeplätze je Themenbereich erfolgt in der Reihenfolge der Anmeldeeingänge. Ist das von Ihnen favorisierte Angebot ausgebucht, erlauben wir uns, Sie für das alternative Angebot einzubuchen.

Wir bitten um Ihr Verständnis für diese Vorgehensweise. Um sich einen Platz bei Ihrem Favoriten zu sichern, empfehlen wir Ihnen, sich frühzeitig zur CCS anzumelden. 

11:15 Impulsvortrag mit Worksession A

Künstliche Intelligenz im Human Resource Management - Wie uns KI hilft, die Arbeitswelt smarter & fairer zu machen

  • Müssen wir lernen mit künstlicher Intelligenz zu kooperieren oder können wir uns ausschließlich auf unsere subjektive Entscheidungsfindung verlassen?
  • Ist eine valide Persönlichkeitsanalyse datenbasiert möglich?

Michael Plentinger
CEO Greple GmbH
www.greple.de 

11:15 Impulsvortrag mit Worksession B

Talent kann man nicht lernen – New Work braucht Wissen und Können

  • Rollen und Kompetenzen – Wissen vermeidet Chaos, Talent schafft Wettbewerbsvorteile
  • Zusammenarbeit und Führung – was wir in der neuen Welt können sollten 
  • Umfrageergebnisse – Ist-Situation und erwartete Entwicklungen 

Dorothee Deyhle
Mitglied des Vorstands
CA Akademie AG, Wörthsee
www.controllerakademie.de

12:15 Impulsvortrag mit Worksession C

Wie sieht die zukünftige Lernwelt im Unternehmen aus? Der Hansgrohe Campus. 

  • Lernen als selbstverständlicher Teil des beruflichen Alltags
  • Die Fakultäten - Ausrichtung an der Unternehmensstrategie
  • Wissenschaftlicher Input durch namhafte Universitäten
  • Netzwerken
  • Balance interner und externer Wissensvermittlung

Sylke Morell 
Head of Personnel Development
Hansgrohe SE
Schiltach

12:15 Impulsvortrag mit Worksession D

Future of Work & Controlling

  • Herausforderungen der Veränderung und Gestaltung
  • Die Dimensionen der Veränderung und Beispiele für Szenarien im Controlling
  • Die Rolle von Transparenz, Autonomie, Mindset und Führung
  • Einblick in die Arbeit des ICV Fachkreises "Future of Work"

Dr. Rüdiger Eichin 
ICV-Fachkreisleiter Future of Work
Senior Director
S/4 NEXT - Next Generation Business Processes & Practices
SAP SE
Walldorf

13:05 Small-Snack-Lunch mit Networking & Smalltalk

14:10 Bereit für die Transformation – Mit eigener Stärke verändern

  • Unumkehrbarer Trend: Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt
  • Change auf allen Kanälen: Neue Herausforderungen für das HR Management
  • Nicht einfach: Kultureller Wandel ist unumgänglich
  • Die Relevanz von Führung: Supermann oder eierlegende Wollmilchsau? 
  • Keine Angst: Mehr Evolution als Revolution

Dr. Michael Prochaska
Andreas Stihl AG & Co.KG

15:00 Plastik im Meer - die SeeKuh räumt auf

Kunststoffe stellen in der Umwelt eine große Bedrohung für alle Lebewesen dar.  Sie greifen auf unterschiedliche Art und Weise in das marine Leben ein.  

Der gemeinnützige Umweltverein One Earth – One Ocean entwickelt das Konzept der „Maritimen Müllabfuhr“, um Kunststoffe aus dem Meer zu sammeln und zu verwerten. 

Der Müllsammelkatamaran  „Seekuh“ stellt dabei einen wichtigen Entwicklungsschritt dar.

Dr. Rüdiger Stöhr
Mikrobiologe und Lehrer für Biotechnologie/Biologie
Kiel
www.oneearth-oneocean.com

16:00 Farewell - auf ein Wiedersehen bei der 18. CCS Controlling Competence Stuttgart am Donnerstag, 26. November 2020!

DER PROGRAMMFLYER ZUM HERUNTERLADEN


WEITERE INFORMATIONEN RUND UM DIE CCS

DIE REFERENTEN IM DETAIL

Trotz oder wegen der Digitalisierung - der Mensch rückt in den Mittelpunkt

Michael Plentinger gibt im Interview mit Bürobesuch.de Einblicke in die Arbeit seines Unternehmens. Dabei berichtet er auf sehr sympathische und unterhaltsame Art,

  • warum trotz oder vielleicht gerade wegen Digitalisierung und Globalisierung die Ressource Mensch immer mehr in den Vordergrund rückt
  • weshalb die künstliche Intelligenz einen Mehrwert für jeden Einzelnen bedeutet
  • wie sich Human Ressources zum Business Partner des Managements entwickelt hat
  • warum Unternehmen trotz aufwändiger Suche keine Mitarbeiter finden und wenn doch, solche, die nicht zum Job oder nicht zum Unternehmen passen
  • was er von aufwändigen und ausführlichen Imagebroschüren hält ("je dicker die Broschüre, umso größer die Probleme")
  • wie man mit "Employer Branding" statt "Einheitsbullshit" die richtigen Mitarbeiter findet
  • wer Michael Plentinger ist, was ihn an- und umtreibt - und wie er einem Siebenjährigen erklären würde, was sein Unternehmen eigentlich tut.

Wir wünschen viel Vergnügen!


"IT, KI, Robotik, Neuromorphe und Quantencomputer": 3 Fragen an Martin Welsch

1. Vor nicht allzu langer Zeit hat man einen Beruf erlernt und war damit für den Rest seines Berufslebens gut gerüstet. Der moderne Mensch muss in seinem Berufsalltag regelmäßig dazulernen oder gar komplett neu lernen. Wie unterscheidet man sinnvolle Neuerungen, für die sich die Investition von Zeit, Energie und nicht selten auch Geld lohnen, von kurzlebigen Trends, die man getrost ignorieren kann?

Welsch: Ich glaube, dass man diese Frage auf dem Hintergrund des jeweiligen Unternehmens, bzw. der aktuellen Situation beantworten muss. Es gibt - wie so oft - leider kein Patentrezept. Die erste Hürde ist, relevante(!) Veränderungen/Neuerungen als solche wahrzunehmen. Wenn man z.B. selbst nicht primär im IT Business unterwegs ist, kann man es sich i.d.R. locker leisten, nicht „jeder Sau, die durchs IT Dorf getrieben wird“ hinterherzulaufen. Im Gegenteil ist es hier oft möglich und auch sinnvoller, kurzlebige Trends auszusitzen. Spätestens dann aber, wenn sich die begrifflichen Begegnungen in der Branche oder, schlimmer noch, schon im eigenen Hause zu häufen beginnen, muss man ein Minimum aufwenden, um die Thematik grob zu verstehen. Es ist wichtig rechtzeitig abschätzen, ob es hier ein Nutzen- bzw. Risikopotential gibt.

Geht es dagegen um Neuerungen in der eigenen Domäne, ist die Sache schwieriger. Hier sollte ich schneller reagieren können. D.h. nicht unbedingt einsteigen, sondern ggf. auch gezielt abwarten. In jedem Fall aber eine informierte Entscheidung zu treffen. Das geht natürlich nur, wenn ich auch informiert bin. In diesem Fall bedeutet das einen höheren Aufwand. „Aussitzen“ ist keine gute Option. Es könnte leicht passieren, dass einen „das Leben bestraft“.

Bewegt man sich in Forschung und Entwicklung, gelten noch einmal andere (härtere) Gesetze und kürzere Takte.In allen anderen Bereichen kommen auch wesentlich Umbrüche (z.B. Cloud, IoT, 5G, DSGVO, usw.) nicht wirklich über Nacht. D.h. es gibt längere Vorlaufzeiten. Diese Themen drängen dann auch immer wieder in den Vordergrund.

Das eigentliche Problem ist nach meiner Einschätzung meist nicht, dass das nicht erkennbar wäre. Die Problematik ist vielmehr oft, dass gerade auch für Entscheidungsträger das Tagesgeschäft im normalen Geschäftsalltag alles andere zu dominieren droht. Damit geht es also letztendlich interessanterweise weniger um eine technische Fragestellung, sondern vielmehr zumindest oft darum, wie man es schafft, dem jetzt noch erst "möglicherweise Wichtigen" den notwendigen Raum zu geben. Man muss also für Informationsbeschaffung, Einordnung und Entscheidungen über das Tagesgeschäft hinaus Luft lassen.

Andererseits kann man das wünschenswerte Maß an Aufmerksamkeit in der Regel nicht alleine erbringen. Zum Glück gibt es aber fast immer interessierte, neugierige, meist jüngere Mitarbeiter, die sich gerne mit solchen neuen Trends beschäftigen. Hier lohnt es sich dann, diese gezielt zu ermutigen und als Scouts zu nutzen. So kann man oft viel Energie und Zeit einsparen und trotzdem auf der Höhe der Zeit bleiben und zum geeigneten Zeitpunkt dann auch selbst tiefer einsteigen. Auf diesem Hintergrund ist natürlich gerade auch der Austausch auf solchen Tagungen interessant, um über den Tellerrand zu schauen. Die Kollegen haben schließlich alle dasselbe Problem.


2. Gefühlt jagt ein neuer Technologie-Hype den nächsten, im Beruf wie im Privatleben. Die ständige Neuausrichtung wird zur Gewohnheit. Kann jeder Mensch damit gut umgehen?

Welsch: Ein klares „Nein“. Es gibt immer Entrepreneurs und solche, die es eher mit Konstanz und Verstetigung halten. Es braucht beide Typen, aber am jeweils richtigen Ort. Es muss nicht jeder an vorderster Front laufen. Das Maß an Veränderung mit dem man umgehen können muss ist auch hier abhängig von der Position und dem Beruf in dem man sich bewegt. Es ist durchaus i.O. den einen oder anderen Trend auszulassen oder auch ggf. gezielt für sich persönlich ganz abzulehnen.

Offensichtlich ist Offenheit gegenüber Neuerungen jeglicher Art individuell sehr unterschiedlich ausgeprägt. Egal welches Maß man da individuell mitbekommen hat, halte ich es aber für extrem wichtig, nicht die Augen zu verschließen. Man muss immer wahrnehmungsfähig bleiben. Dabei hilft es sehr, sich zu bemühen, gerade auch die positiven Aspekte zu sehen. Das kann erhebliche Motivationsschübe auslösen. Denken Sie an die manchmal erstaunliche spontane Lernfähigkeit von Großeltern, wenn es darum geht, Kontakt mit den Enkeln über neue Medien zu halten. Daran kann man gut ablesen, welche Rolle Motivation spielt.

Im beruflichen Umfeld ist eine offene Grundhaltung Voraussetzung für einen stressfreien Umgang mit Neuerungen jeglicher Art. Bei den Technologie-Hypes gilt es offen und nüchtern, aber auch zunächst einmal locker hinzusehen:

  • Was kann ich gewinnen?
  • Stehen die Kosten dafür?
  • Was ist das Risiko es tun bzw. zu lassen?
  • Ist das auf längere Sicht überhaupt vermeidbar?

Im Controlling habe ich persönlich es als extrem hilfreich empfunden, wenn ich es dort mit Menschen zu tun hatte, die offen waren und zumindest gut zugehört haben. Manches ging dann trotzdem nicht unter den gegebenen Rahmenbedingungen. Mit etwas kreativem Mut und Nutzung von Gestaltungsspielräumen waren aber manche neuen Ideen, die nicht im Raster vorgesehen waren, doch zum Nutzen des Unternehmens und der Beteiligten umsetzbar. Wenn an der Stelle die Angst, etwas falsch zu machen, das Leitmotiv ist, geht viel Potenzial verloren.


3. Das heißeste Thema der Zukunft, vor allem für Controller, ist...

Welsch: … das was wir nicht auf dem Radarschirm haben. Den Rest hätten wir ja ordentlich geplant und wären es strukturiert angegangen. ;-)))

Nach wie vor ist Digitalisierung im weitesten Sinne für die allermeisten Unternehmen die größte Herausforderung. Die einen kämpfen hier mit dem Einsatz von aktuellen Möglichkeiten aus der künstlichen Intelligenz. Die anderen schlagen sich noch mit der Automatisierung und Durchgängigkeit von einfachen IT-Prozessen herum.Die Antwort ist auch hier - welche Überraschung - wieder abhängig von den konkreten Gegebenheiten.

Generell ist die ganze Cloudthematik, inklusive Datenschutz, noch auf längere Zeit ein Dauerbrenner. Die Nutzung künstlicher Intelligenz ist ganz sicher auch ein Hotspot. Für viele aber möglicherweise aber anders als sie es erwarten. Die Services kommen sozusagen incognito. Bei vielem wird erst bei genauerer Analyse klar, dass hier KI dahintersteckt. Dazu kommt, dass mit dem Label mittlerweile alles versehen wird, was mehr als einen simplen Algorithmus enthält. In meinem Vortrag werde ich auf ein paar Aspekte aus IT, KI und Robotik, aber auch Neuromorphic und Quantencomputer, eingehen. 


"New Work" und was es dazu alles braucht

Dass Dorothee Deyhle sich dem Controlling sowie der Fort- und Weiterbildung auf diesem Gebiet verschrieben hat, kommt nicht von ungefähr. Schließlich ist ihr Vater Prof. Dr. Dr. h.c. Albrecht Deyhle, charismatischer Gründer des ICV, Autor zahlreicher Fachbücher und Standardwerke für das Controlling, "Erfinder" des Controller Magazins sowie Mitbegründer der Controller Akademie, deren Vorstandsmitglied Dorothee Deyhle heute ist. Die dynamische Unternehmerin - gemeinsam mit Stefan Löwe ist sie Geschäftsführerin der Gautinger Werbeagentur Deyhle & Löwe - beschäftigt sie sich in ihrem Vortrag bei der CCS 2019 mit der neuen Arbeitswelt und was es für diese an Wissen und Können braucht. Im Video-Interview mit dem ATVISIO CONSULT Manager Podcast (oben) sowie im Interview mit dem ICV im Rahmen der ICV-Digitalisierungsoffensive gibt Dorothee Deyhle schon vorab erste Einblicke.